Bewertung vom Chef Schlechtes Arbeitszeugnis - was nun?

Was mache ich, wenn ich ein schlechtes Zeugnis bekommen habe?

"Wahrheitsgemäß und wohlwollend" muss in Deutschland ein Arbeitszeugnis ausfallen - so will es der Gesetzgeber. Beides zu verbinden ist allerdings machmal nicht so einfach. Wer ein Zeugnis bekommt, muss es genau lesen - und sich über Klauseln und die Sprache des Dokuments im Klaren sein. Wer nicht sicher ist, ob alles so gut ist, wie es klingt, sollte die Beurteilung von einer Agentur oder einem Arbeitsrechtsanwalt prüfen lassen.

Verbergen sich hinter wohlklingenden Formulierungen schlechte Noten, sollte der Arbeitnehmer mit seinem ehemaligen Arbeitgeber in Kontakt treten und Nachbesserungen fordern, denn mit einem schlechten Arbeitszeugnis hat man wesentlich schlechtere Karten bei Bewerbungen als etwa mit einem schlechten Abschlusszeugnis.

Stellt sich der Arbeitgeber auf stur, hilft der Gang vor Gericht. Vor dem Arbeitsrichter haben Angestellte in der Regel gute Chancen auf eine bessere Beurteilung. Denn - ein schlechtes Zeugnis macht keinen guten Eindruck. Aber es geht noch schlimmer: Wer gar kein Zeugnis in eine Bewerbung legt, landet schnell im Abseits.