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Wider die Bequemlichkeit:Bewegung für Sportmuffel

Bewegung in den Alltag einfließen zu lassen, ist leichter als gedacht. Ehe Sie jetzt schon abwinken: Wir kennen die Ausreden - und haben sie für Sie entkräftet.

Von Berit Uhlmann

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'Rushhour'

Quelle: dpa

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Die Deutschen sitzen viel zu viel herum, ergab erst jetzt wieder eine Krankenkassen-Studie. Dabei ist es leichter als gedacht, Bewegung in den Alltag einfließen zu lassen. Ehe Sie jetzt schon abwinken: Wir kennen die Ausreden - und haben sie für Sie entkräftet.

Ausrede 1: Ich habe keine Zeit

Dies ist wahrscheinlich die häufigste unter den Ausreden - und wohl auch die größte Flunkerei. Um der Gesundheit etwas Gutes zu tun, reichen bereits 20 bis 30 Minuten Bewegung am Tag. Diese Ertüchtigung muss nicht einmal am Stück praktiziert werden, zwei bis drei Mal zehn Minuten genügen schon. Und es kommt sogar noch besser: Mit "Bewegung" ist nicht einmal echter Sport gemeint. Das entkräftet auch Ausrede Nummer 2.

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Ausrede 2: Ich bin so unsportlich

Bewegung muss nicht heißen, sich im Verein anzumelden, eine teure Mitgliedschaft im Fitnessstudio abzuschließen oder sich in das Fachchinesisch der Sportgeschäfte einzuarbeiten. Alles, was Herz und Atmung auch nur ein bisschen beschleunigt, zählt dazu - tanzen, mit den Kindern toben, den Rasen mähen oder einfach nur rasches Gehen oder Radeln. Eine Faustregel für die richtige Geschwindigkeit bietet der "Gesprächs-Test": Man sollte einen Tick schneller gehen als man es normalerweise tun würde, sich dabei aber immer noch ohne größere Probleme unterhalten können.

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Ausrede 3: Mein Alltag bietet keine Gelegenheit für Bewegung

Schon klar, Sie brauchen nun mal das Auto, um sich täglich fortzubewegen und im Job müssen Sie eben am Schreibtisch sitzen. Aber: Niemand muss wirklich immerzu auf seinem Hintern hocken. Laut einer britischen Studie verbringen Büroangestellte im Schnitt 5,41 Stunden am Schreibtisch. Das ist zwar enorm viel, heißt aber auch, dass noch mehr als zwei Stunden für andere Tätigkeiten bleiben.

Ein Teil dieser Zeit lässt sich für Bewegung nutzen: Nehmen Sie die Treppe statt den Fahrstuhl, stehen Sie bei Telefonaten oder während der einen oder anderen Konferenz. Laufen Sie während Ihrer alltäglichen Gänge ein wenig schneller. Auch die Mittagspause und so manche Besprechung lassen sich mit einem zügigen Spaziergang verbinden. Ebenso lässt sich Bewegung auch in die Freizeit integrieren. Während des Fernsehens kann beispielsweise auf einem Heimtrainer moderat trainiert werden.

Pedestrians make their way through Times Square in the rain in the Manhattan borough of New York

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Ausrede 4: Ich kann mich einfach nicht aufraffen

Das ist zugegebenermaßen die größte Hürde: Auch bei schlechtem Wetter, mieser Stimmung und Müdikgeit vom Sofa zu kommen. Suchen Sie sich Motivationshelfer: Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen, die Sie immer mal wieder zu einem Spaziergang animieren. Auch ein Schrittzähler kann motivierend wirken. Mindestens 7000 Schritte sollte man pro Tag schaffen, um genügend Bewegung zu haben.

Alternative View - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16

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Ausrede 5: Das bringt doch alles nichts

So ein bisschen herumlaufen, was soll das schon nützen? Den frühen Tod verhindern, könnte man antworten. Laut einer im Fachmagazin Lancet veröffentlichten Studie verursacht Inaktivität etwa zehn Prozent der Todesfälle weltweit. Das Herumsitzen ist für sechs Prozent der Fälle von koronarer Herzkrankheit, sieben Prozent des Typ-2-Diabetes sowie zehn Prozent der Brust- und Dickdarmkrebsfälle verantwortlich. Bewegung nützt zudem der Figur. Sie verhindert zumindest, dass Sie zunehmen. Wer abnehmen will, muss allerdings auch Diät halten. Tipps zum gesunden Abnehmen gibt es hier.

© Süddeutsche.de/beu/dd

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