Tipps für den Einkauf Wie gefährlich ist Acrylamid?

Vor einiger Zeit wurden Verbraucher in der Vorweihnachtszeit vor schädlichem Acrylamid in Backwaren gewarnt. "Dabei handelt es sich um einen chemischen Bestandteil, der bei starker Erhitzung kohlehydratreicher Lebensmittel entsteht", erläutert Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern.

In erhöhter Konzentration könnte Acrylamid Studien zufolge krebserregend sein. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Bayern sind die Acrylamid-Werte in industrieller Ware in den vergangenen Jahren jedoch deutlich zurückgegangen und bei Lebkuchen diesbezüglich keine Risiken mehr zu erwarten. Auch die Organisation Foodwatch stellte 2009 einen Rückgang der Acrylamid-Werte fest.

  • Was sagt mir die geografische Angabe im Namen von Lebkuchen?

Nürnberger Lebkuchen sind die besten? Oder können sich Lebkuchen aus der ganzen Welt mit der Bezeichnung schmücken? Nein, beruhigt Verbraucherschützerin Krehl. "Nürnberger Lebkuchen" ist eine geschützte geografische Angabe. Lebkuchen mit diesem Namen müssen auch in der Region Nürnberg hergestellt worden sein."

Woher die Zutaten für den Lebkuchen stammen, weiß der Kunde dadurch aber noch nicht. Dafür wäre eine "geschützte Ursprungsbezeichnung" nötig, wie sie beispielsweise den Parma-Schinken auszeichnet. Der muss nicht nur in der Region Parma hergestellt werden, auch die Schweine müssen von dort stammen.

Bei Lebkuchen lässt sich das allerdings nicht umsetzen. "Dass Mandeln und Zitronat nicht aus der Region Nürnberg stammen können, sollte jedem Verbraucher auch sein klarer Menschenverstand sagen", meint Agrarwissenschaftlerin Britta Klein.

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