ReisemedizinGesund um den Globus

Reise-Thrombose, Seekrankheit, Jetlag: Oft ist die Angst vor Leiden im Urlaub größer als das Risiko. Sieben Beschwerden, die informierte Reisende nicht fürchten müssen.

Reise-Thrombose

In der Ferienzeit haben auch die Apotheken Hochsaison. Gegen jede Gefahr fern der vertrauten Umgebung gibt es ein Mittelchen. Doch oft ist die Angst größer als das Risiko. Wie Sie entspannt und gesund reisen können.

Wer stundenlang eingepfercht in der Holzklasse sitzt, glaubt gerne, dass Anspannung und Enge ihm das Blut in den Adern stocken lassen. Doch die Venenthrombose über den Wolken ist ein überschätztes Risiko. Sie kommt in deutlich weniger als einem Prozent aller Langstreckenflüge vor. Betroffen sind fast ausschließlich Menschen mit speziellen Risikofaktoren. Patienten, die schon einmal ein Blutgerinnsel hatten, vor Kurzem operiert worden sind, östrogenhaltige Medikamente einnehmen, stark übergewichtig, schwanger oder sehr alt sind, sollten vor Langstreckenflügen ihren Arzt fragen.

Alle anderen können ohne spezielle Vorsorgemaßnahmen ins Flugzeug steigen. Dass ein kurz vor dem Start eingeworfenes Aspirin hilft, ist nicht bewiesen. Ebenso wenig ist sicher, dass viel Trinken der Thrombose vorbeugt. Der häufige Griff zum Becher könnte allerdings den Harndrang verstärken und so zur einzigen für alle Passagiere empfohlenen Prophylaxe führen: Aufstehen und ein paar Schritte gehen - und sei es zur Toilette. Notfalls können die Beine auch im Sitzen bewegt werden.

Bild: obs 25. Juli 2016, 17:192016-07-25 17:19:23 © SZ.de/chrb