1937: In den 30er Jahren versuchen Ärzte, schwere Verbrennungen durch Hauttransplantationen zu behandeln. Doch regelmäßig stoßen die Verwundeten die fremde Haut wieder ab. Nur in einem Fall berichten Mediziner von einem Erfolg: Sie hatten einem Mann 1937 Haut von seinem eineiigen Zwillingsbruder verpflanzt. Das Gewebe wuchs an. 

Erst ab 1940 beginnen Ärzte langsam zu verstehen, dass das Immunsystem ein fremdes Organ für einen massiven Feind hält und mit allen Mitteln bekämpft, es sei denn, das Fremdgewebe ist - wie bei eineiigen Zwillingen - nahezu mit dem körpereigenen identisch.

Bild: Scherl 25. Mai 2012, 09:172012-05-25 09:17:09 © Süddeutsche.de/beu/holz