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Krankenkassen-Studie über Ernährungssünden:Familien - Und täglich lockt der Burger

Man stellt sich gerne die ganze Familie am großen Esstisch versammelt vor. Junior spießt freudig seine Salatblätter auf die Gabel. Die Tochter lobt den Gemüseauflauf, den die Mutter liebevoll zubereitet hat. Doch alle Eltern wissen, wie beharrlich der Nachwuchs am vitaminreichen Essen mäkeln kann. Kein Wunder, dass das wichtigste Kriterium der Essenswahl in Familien lautet: Hauptsache, es schmeckt. Mehr als ein Drittel der Familien achtet zumindest phasenweise gar nicht auf die Inhaltsstoffe der Nahrung.

Was sich die Familien dann in den Mund schieben, sind häufig Fertiggerichte. Ein bis zweimal die Woche kommt solcherart Essen in den meisten Familien auf den Tisch. In jedem vierten Drei-Personen-Haushalt läuft beim gemeinsamen Mahl der Fernseher, das sind sogar drei Prozentpunkte mehr als in Paarhaushalten. Leben zwei Kinder in der Familie, sinkt die Quote der Fensehmahlzeiten auf 15 Prozent.

Auch der Ausflug zum Fastfood-Restaurant ist fester Bestandteil deutschen Familienlebens. Erwachsene mit Kindern essen häufiger in solchen Lokalen als Singles. Als Hauptgrund nennen die Eltern Stress; Alleinlebende geben diese Begründung seltener an.