Husten hat eine ausgeprägte soziale Komponente. In gewissem Maße scheint er ansteckend sein kann. Messungen in Hörsälen sprechen für folgende Einflussfaktoren:

[] Räumliche Nähe: Je näher jemand an einem Hustenden sitzt, umso wahrscheinlicher wird auch er bellend Luft ausstoßen. Es bilden sich "Husten-Cluster".

[] Die Größe der Gruppe: Je mehr Menschen zusammenkommen, umso ungenierter hustet der Einzelne.

[] Unbehagen: In den Kursen der am besten bewerteten Lehrkräfte wird am wenigsten gehustet, bei den unbeliebten Dozenten am meisten.

Niesen fehlt die soziale Komponente. Es gibt lediglich einige anekdotische Beschreibungen, dass Niesen ein Zeichen von Interesse am anderen Geschlecht sein kann. Allerdings sind Daten zu diesem Phänomen so rar, dass das Nasengeräusch nicht als Ratgeber in romantischen Angelegenheiten taugt.

Bild: dpa 1. Oktober 2012, 14:012012-10-01 14:01:42 © Süddeutsche.de/beu/goro