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Gesundheit - Naumburg (Saale):Burgenlandklinikum: Standorte können nach Verkauf bleiben

Naumburg (dpa/sa) - Das insolvente Burgenlandklinikum kann auch nach einem Verkauf an einen neuen Eigentümer seine zwei Standorte in Naumburg und Zeitz erhalten. Das sei sowohl wirtschaftlich möglich als auch im Sanierungsplan so angelegt, sagte Klinik-Geschäftsführer Arne Berndt. Die Sanierungsbemühungen zeigten schon einige Erfolge. Allerdings werde es nicht ohne Veränderungen beim Personal und den Sachkosten gehen. Das genaue Vorgehen werde künftig mit dem neuen Träger abgestimmt, sagte Berndt. "Auf jeden Fall sind beide Standorte weiterhin relevant für die medizinische Versorgung."

Das kommunale Klinikum mit rund 1500 Beschäftigten hatte im September wegen finanzieller Schwierigkeiten Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Damals kam schnell die Befürchtung auf, dass der Standort Zeitz mehrere Stationen verlieren oder ganz aufgegeben werden könnte. Am Montag kommen Vertreter der Gläubiger zusammen, um über die Kaufangebote zu beraten. Eine Entscheidung gilt als wahrscheinlich.

Nach dem Rückzug der Uniklinik Halle aus dem Bieterrennen ist klar, dass die Krankenhäuser nicht in öffentlicher Hand bleiben. Im Rennen sind der frei-gemeinnützige Träger SRH und der private Konzern Ameos. Zuletzt gab es Befürchtungen, dass Ameos das Rennen machen könnte.

Der Konzern wird für seinen Umgang mit den Mitarbeitern sowohl von Arbeitnehmern als auch von der Landespolitik bis hin zu Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) scharf kritisiert. Von Montag an werden vier Ameos-Standorte auf unbestimmte Zeit bestreikt, um Tarifverhandlungen durchzusetzen.

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