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Preise von Heizöl:Wie man beim Tanken spart

Ein paar weitere Tipps zum Sparen beim Tanken:

Bessere Qualität

Ähnlich wie an der Tankstelle haben Kunden mittlerweile die Wahl zwischen verschiedenen Heizöl-Sorten. Meist sind drei im Angebot. Nur: kaum jemand weiß das. Anstelle des Standard-Öls sollten Käufer lieber das neue schwefelarme Öl ordern, empfiehlt Brunner. Das Neue wird zum gleichen Preis abgegeben, ist jedoch deutlich umweltfreundlicher. Sein Schwefelgehalt darf höchstens 50 Milligramm pro Kilogramm betragen. Standardheizöl enthält dagegen bis zu 1000 Milligramm Schwefel pro Kilo Heizöl.

Das Neue verbrennt sauberer, hinterlässt weniger Rückstände im Tank und drückt den Verbrauch - bestenfalls um stolze 10 Prozent. In der Folge muss die Heizung weniger gewartet werden. Wer noch Standard-Restbestände im Tank hat, kann problemlos Schwefelarmes dazugeben, versichert Fachmann Brunner. Die beste Sorte, also das Premium-Heizöl, kostet etwa ein Prozent mehr als das Standard-Öl. Dieses Super-Heizöl optimiert die Verbrennung und drückt den Verbrauch noch weiter nach unten, und zwar bestenfalls um weitere sechs Prozent.

Sammelbestellung aufgeben

Heizölkäufer können sich mit Nachbarn zu privaten Einkaufsgemeinschaften beim örtlichen Lieferanten zusammentun. Rabattpotenzial: um die 3 Prozent, je nach Menge und Anfahrtsweg, hat der Bund der Energieverbraucher berechnet. Das kann 60 Euro Entlastung und mehr für den einzelnen Geldbeutel ausmachen. Aber: Wer die Bestellung organisiert, trägt ein finanzielles Risiko. Springt ein Nachbar ab oder zahlt nicht, ist der Auftraggeber in der Haftung - und bleibt auf dessen Kosten sitzen.

Zuschlag vermeiden

Pro Abladestelle muss der Käufer häufig einen Gefahrengut-Zuschlag zahlen. Das kann Extra-Kosten zwischen 12 und 22 Euro bedeuten. Auf diesen Posten achtet jedoch kaum jemand. Ein Fehler. Denn es gibt viele Händler, die inzwischen darauf verzichten. "Statt beim Ölpreis um die zweite Stelle hinterm Komma zu feilschen, sollten Kunden lieber beim Gefahrengut-Zuschlag ansetzen", rät Klapschus.

Online-Pools nutzen

Ähnlich wie in der Schweiz gibt es auch in Deutschland Einkaufspools via Internet, etwa über www.heizoelpool.de oder www.heizoel-sammelbestellung.de. Interessenten können dort unter anderem abfragen, ob es weitere Käufer in der eigenen Wohnregion gibt. Wenn ja, sucht der Anbieter für alle nach einem günstigen Händler. Rabattchancen: Bis zu 3 Prozent. Das finanzielle Risiko eines Teilnehmers gehe dabei gegen null, sagt Günter Hörmann von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Chance für Mieter

Vermieter sind nicht verpflichtet, den günstigsten Zeitpunkt zum Nachkauf von Heizöl abzupassen. Sie müssen allerdings wirtschaftlich handeln, wie Dietmar Wall vom Deutschen Mieterbund erläutert. Sein Tipp: Mieter könnten ruhig einmal anregen, dass sich der Hausbesitzer Sammelbestellungen anschließt. Ein Anspruch darauf besteht aber nicht.

© SZ vom 10.10.2013

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