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Lebensversicherung:"Die Frage ist, was die Politik zu den Bewertungsreserven entscheidet"

Bei Verträgen, die in Kürze auslaufen, ist die Situation komplizierter. "Die Frage ist, was die Politik zu den Bewertungsreserven entscheidet." Sollte die Beteiligung der Kunden an den Reserven auf festverzinsliche Papiere gestrichen oder gekürzt werden, könnte es sich häufig lohnen, die Verträge vorher zu kündigen.

Was ist von staatlich geförderten Verträgen wie Riester-Renten zu halten?

Bei der Riester-Rente belohnt der Staat Sparer mit Zulagen. "Gerade bei den niedrigen Zinsen ist Riester attraktiv, da die Zulagen eine Extrarendite ermöglichen", sagt Schwark. Die Riester-Rente ist allerdings in die Kritik geraten, vor allem wegen hoher Kosten. Verbraucherschützer Nauhauser rät vom Abschluss ab. Die Kosten seien bei vielen Versicherern nicht höher als bei normalen Rentenpolicen, kontert Schwark. "Gerade für Geringverdiener und Familien ist Riester immer noch die attraktivste Form der Vorsorge."

Welche Alternativen gibt es?

Eine lebenslange Rente kann nur eine Versicherung bieten. Allerdings ist es möglich, erst Geld anderswo anzusparen und das Kapital dann in eine Rentenversicherung zu stecken. Wer Wertschwankungen nicht aushält, kann dazu Banksparpläne wählen, so Nauhauser. Die Anlage orientiert sich an einem Referenzzins wie der Umlaufrendite. "Sie sichert damit eine transparente Bindung an marktübliche Zinsen." Auch Rentenfonds, also Fonds, die in Unternehmens- und Staatsanleihen investieren, sind eine Möglichkeit. Für risikobereite Kunden bieten sich ETFs an. Damit können Sparer an der allgemeinen Entwicklung bestimmter Aktienindizes teilhaben, sind dabei aber mit sehr geringen Kosten belastet.