bedeckt München 23°
vgwortpixel

Glühbirne adé:Lumen ist das künftige Maß

Tageslichtlampen dagegen erzeugen "kalt-weißes Licht" mit 6000 oder 6500 Kelvin - zu erkennen an den Nummern 860, 865, 960 und 965 auf der Verpackung. Dieses Licht eignet sich für das Arbeitszimmer, den Hausflur oder den Keller, rät Koswig. Auch bei Energiesparlampen gibt es Typen, die sich zum Dimmen oder für die Außenbeleuchtung eignen. Auch Lampen mit einem integrierten Bewegungsmelder oder besonders schaltfeste Typen für Treppenhäuser sind zu haben.

"Viele haben die Erfahrung gemacht, dass es nach dem Austausch von Glühlampen gegen Energiesparlampen nicht mehr richtig hell wird", erläutert Koswig ein weiteres Vorurteil. Dafür gebe es eine einfache Erklärung. Denn Energiesparlampen mit 11 oder 12 Watt ließen sich nicht mit einer 60-Watt-Glühlampe vergleichen. In der Helligkeit - gemessen in Lumen - gebe es deutliche Unterschiede.

Fürs Zuhause erst mal Halogen

Lumen-Angaben stehen meist auf der Verpackung. Um die Lichtausbeute vergleichen zu können, rät Koswig, künftig nicht nur auf die Watt-Angaben, sondern auch auf Lumen zu achten. So entsprechen etwa 415 Lumen der Helligkeit einer herkömmlichen 40-Watt-Glühlampe, 350 Lumen etwa einer 7-Watt-Energiesparlampe, ergänzt Spillmann.

Für ausgefallene Lichtkonzepte in der Wohnung seien Energiesparlampen allerdings nicht geeignet, sagt der Lichtdesigner Tobias Grau aus Rellingen bei Hamburg. Dafür seien Halogenstrahler und LED-Leuchten besser geeignet. "Die Halogenlampen, die es schon seit Jahren gibt, bieten vergleichbares Licht wie die Glühlampen", fügt Spillmann hinzu. Allerdings liege der Einspareffekt nur bei maximal 30 Prozent Strom. Halogenlampen der Effizienzklasse C, die zu viel Energie verbrauchen, würden jedoch ebenfalls vom Markt genommen. Der schrittweise Ausstieg endet 2016. Dann sind nur noch Halogenlampen der Energie-Effizienzklassen A und B zugelassen.