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Finanzen kompakt:Bank of America soll büßen

Eine Gruppe von Hackern will E-Mails veröffentlichen, die Korruption und Betrug bei der Bank of America offenlegen. Außerdem: Warren Buffett landet Volltreffer. Das Wichtigste in Kürze.

Eine Gruppe von Computerhackern hat angekündigt, noch am Montag bloßstellende E-Mails der Bank of America zu veröffentlichen. In den Dokumenten würden Korruption und Betrug offengelegt, erklärte die Gruppe Anonymous auf der Kurznachrichtenseite Twitter.

Bank of America

Emails, die eine Gruppe von Hackern veröffentlichen will, sollen Korruption und Betrug bei der Bank of America aufdecken.

(Foto: ap)

Ein Vertreter der Gruppe sagte, in den Unterlagen gehe es um die Frage, ob die Bank of America bei der Zwangsversteigerung von Häusern in den USA Fehler gemacht habe. Er selbst habe die Dokumente zwar nicht gesehen, wurde aber über deren Inhalt informiert.

Ein Sprecher der Bank widersprach der Darstellung. Es handele sich vielmehr um Verwaltungspapiere, die von einem ehemaligen Mitarbeiter von Balboa Insurance gestohlen worden seien, sagte er. Die Sparte sollte an den australischen Versicherer QBE Insurance Group verkauft werden. "Wir sind zuversichtlich, dass sich diese extravaganten Äußerungen als unwahr entpuppen werden", sagte der Sprecher.

Die Hackergruppe sympathisiert mit der Enthüllungsseite Wikileaks, deren Chef Julian Assange vergangenen November angekündigt hatte, Anfang 2011 Dokumente über eine US-Großbank zu veröffentlichen. Einen Namen nannte Assange nicht.