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Deutsche-Post-Tochter:DHL sendet zum Wunschtermin

Deutsche Post - DHL

Damit sich Empfänger und Postbote nicht mehr oft verpassen: DHL will über Liefertermin informieren.

(Foto: Oliver Berg/dpa)

Charmeoffensive der DHL: Damit sich Empfänger und Postbote nicht verpassen, wird der Kunde demnächst über den Liefertermin informiert - und kann ihn nach Bedarf auch verschieben.

Immer kommt der Postbote, wenn gerade niemand zuhause ist. Dann lernt man zwar endlich mal die Nachbarn kennen - wenn sie das Päckchen denn annehmen konnten. Oft jedoch kennt man bald die nächstgelegene Postfiliale ziemlich gut. DHL will genervten Kunden nun entgegenkommen. Der Paketversand der Deutschen Post-Tochter will von diesen Freitag an über den genauen Liefertermin informieren. Empfänger von Warensendungen würden einen Tag im Voraus eine entsprechende E-Mail erhalten, sagte ein Konzernsprecher und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung. Liefertermin soll auf ein Zeitfenster von vier Stunden eingegrenzt werden.

Damit würde der Service des Unternehmens gegenüber der reinen Online-Nachverfolgung der Paketsendung noch einmal verbessert, hieß es. Außerdem könnten Kunden, die bei paket.de registriert seien, den Tag der Anlieferung um bis zu vier Tage verschieben. Bei den Wettbewerbern der Post würden bislang solche Dienstleistung nicht geboten.

Der Online-Handel wächst, die Zusteller konkurrieren um die Kunden. Die Deutsche Post DHL reagiert auch mit anderen Maßnahmen: Kürzlich gab das Unternehmen bekannt, bis Ende 2014 zusätzlich 20.000 Annahmestellen für den privaten Paketversand einzurichten. Das Unternehmen gehört zu den weltweit größten Logistikkonzernen und ist der größte Paketversender Deutschlands.

Pro Werktag transportiert DHL im Inland nach eigenen Angaben etwa 3,2 Millionen Pakete. In diesem Geschäftsbereich wurden im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden Euro Umsatz erzielt, etwa ein Viertel des klassischen Brief- und Paketgeschäfts. Der Jahresumsatz der Konzerns lag 2012 bei 55 Milliarden Euro. Die größten Konkurrenten im Paketversand sind UPS, DPD und Hermes.

© Süddeutsche.de/dpa/fran/leja

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