1x1 der Geldanlage:Wer länger spart, ist früher reich

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Anlage mit vielen Freiheiten

Verglichen mit Lebens- und Rentenversicherungen, Riestersparplänen und vielen anderen beliebten Formen der privaten Geldanlage haben Fondssparpläne einen unschlagbaren Vorteil: Sie sind flexibel. Jeder Anleger darf selbst entscheiden, wann, wie viel und wie lange er einzahlt. Die Sparpläne können jederzeit aufgegriffen, erhöht, gesenkt, stillgelegt oder beendet werden. Wer mit einem Fonds unzufrieden ist, kann mühelos in einen anderen wechseln. Und was die Sparer am Ende mit ihrem Vermögen machen, ist ihnen ganz und gar selbst überlassen. Da besteht kein Zwang zur Verrentung, Vorsorge für die liebe Verwandtschaft oder anderes.

Im Einkauf liegt der Gewinn

Wie bei jeder Geldanlage gilt auch hier: Auf die Kosten achten! Denn ein Prozentpunkt weniger Rendite bedeutet im Alter rund 20 Prozent weniger Ertrag - ebenfalls eine Folge des Zinseszinses. Anleger sollten bei ihrer Investitionsentscheidung darauf achten, dass Ausgabeaufschlag, jährliche Verwaltungsgebühr, An- und Verkaufsspesen, Depotgebühren und die Kosten beim Wechsel von einem Fonds in einen anderen moderat sind. Viele Fondsgesellschaften bieten eine kostenlose Depotverwaltung an. Aber die Managementgebühren müssen in jedem Fall gezahlt werden. Mehr als 1,5 Prozent im Jahr sollten es nicht sein. Direktbanken bieten ausgewählte Fonds ohne oder mit reduziertem Ausgabeaufschlag an. Auch spezielle Fondsvermittler wie AAV oder Fonds-Sparkauf haben gute Konditionen.

Große Auswahl an Fonds

Das Angebot an Fonds für Sparpläne ist riesig. Rendite ins Depot bringen etablierte und langfristig erfolgreiche internationale und europäische Aktienfonds. Sie erzielten im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre acht Prozent Rendite im Jahr - nach Kosten. Sparpläne auf Rentenfonds erwirtschafteten knapp sechs Prozent und Immobilienfonds fünf Prozent. Zwei, drei Prozentpunkte Unterschied bei der Rendite können am Ende darüber entscheiden, welchen Lebensstandard Sparer im Alter haben. Fachleute warnen allerdings, dass hohe Renditen in der Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft sind. Das gilt auch für gute Noten von Ratingagenturen wie Morningstar oder Feri. Ein Indiz für Leistung sind sie aber schon. Wer Zweifel hat, dass es einem Fondsmanager dauerhaft gelingen kann, den Markt zu schlagen, oder wer sich schlicht die Mühe sparen will, eine Schneise durchs Fondsdickicht zu schlagen, der entscheidet sich besser für börsengehandelte Indexfonds, kurz ETF. Rund 200 werden mittlerweile an der Deutschen Börse gehandelt, die beliebtesten sind die ETF auf Dax und Euro Stoxx 50.

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