VideoportaleDie wichtigsten Youtube-Alternativen

Computerspiel-Livestreams, Kurzfilmkunst und wegen des Gema-Streits gesperrte Musikvideos: Youtube ist zur größten Videoplattform des Internets gewachsen - aber Nutzer finden dort längst nicht alles. Fünf Alternativen.

Von Matthias Huber und Hakan Tanriverdi

Youtube für Künstler: vimeo.com

Sie suchen nach Katzenvideos? Nach der neuesten Fail-Compilation? Dash-Cam-Brüller aus Russland? Dann bleiben Sie wohl besser bei Youtube. Beim Konkurrenten Vimeo werden Sie jedenfalls nicht glücklich werden. Die marktschreierischen Strategien, mit denen Youtube ständig zum Klick auf das nächste Video verleitet, sucht man bei Vimeo vergebens. Ebenso wie Werbespots. Das minimalistische Design und die ruhige Licht-aus-Umgebung der Wiedergabesoftware hat schnell dafür gesorgt, dass Vimeo sozusagen der anspruchsvolle Bruder von Youtube geworden ist. Hier versammeln sich (Kurz-)Filmemacher und Amateur-Regisseure, Dokumentarfilmer und Videokünstler. Eine Redaktion sucht besonders sehenswerte Filme heraus und präsentiert sie auf der Startseite.

Auch technisch begann das mittlerweile elf Jahre alte Videoportal früh, gegen den großen Konkurrenten aufzurüsten. Schon 2007, zweieinhalb Jahre vor Youtube, spielte der Streaming-Player von Vimeo Videos in HD-Auflösung ab - wenn es die Bandbreite des Nutzers erlaubte. Und auch das Geschäftsmodell von Vimeo ist grundlegend anders: Anstelle von Werbespots verdient das New Yorker Unternehmen an ambitionierteren Filmemachern. Wenn ihnen die Gratis-Funktionen der Plattform für ihre Videos nicht mehr ausreichen, bezahlen sie zwischen 50 und 160 Euro jährlich für einen Premium-Zugang. Von Matthias Huber

Bild: Screenshot: vimeo.com 13. Februar 2015, 17:072015-02-13 17:07:05 © Süddeutsche.de/luk