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Smart Home:Diese Gadgets sollen Ihr Zuhause intelligenter machen

Ferngesteuertes Kochen per App, ein Bett, das den Schlaf analysiert, automatische Schimmel-Warnungen: Diese Smart-Home-Technik soll den Alltag einfacher machen - und helfen, das eigene Leben zu überwachen.

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Intelligentes Türschloss Nuki

Noki-App

Quelle: Noki PR

Seitdem das österreichische Start-up Noki auf der Cebit im März seine Idee vorstellte, hat sich einiges getan: Die Presse reagierte auf das intelligente Türschloss fast ausnahmslos positiv, das Kickstarter-Crowdfunding sammelte mehr als das Dreifache der angestrebten 125 000 Euro ein, und Noki heißt jetzt Nuki. Weil Nokia sich in seinen Markenrechten verletzt sah, wurde aus "No Key" eben "New Key". Das Produkt ist dasselbe geblieben: Mittels Bluetooth erkennt Nuki, wenn sich das mit dem Türschloss verbundene Smartphone nähert und sperrt automatisch auf und zu. Besonders sichere Verschlüsselung ("XSalsa20Poly1305") soll Hacker-Angriffe verhindern, und falls der Smartphone-Akku mal leer ist, muss der Nutzer trotzdem nicht vor verschlossenen Türen stehen. Für diesen Fall gibt es, ganz klassisch, einen analogen Schlüssel.

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Multi-Raum Musikanlage Sonos

Sonos Play 5

Quelle: Sonos PR

Die klassische Anlage besteht aus CD- oder Plattenspieler, einem Verstärker und einem Paar Lautsprecher. Bei Sonos reicht zum Musikhören bereits ein Smartphone und eine kleine Box - die klanglich durchaus mit Mittelklasse-Anlagen mithalten kann. Über das heimische Wlan-Netzwerk kann man die eigene Musiksammlung oder Streaming-Dienste wie Spotify und Apple Music in jedem Raum der Wohnung abspielen, das Smartphone dient dabei als Fernsteuerung. Ende September hat Sonos nicht nur das neue Spitzenmodell Play 5 vorgestellt, sondern auch eine Funktion namens True Play. Die Sonos App sendet einen Impulston und soll mit Hilfe des Mikrofons von iPhone oder iPad (Android wird bislang nicht unterstützt) das Echo analysieren. So könne der Klang für jeden beliebigen Raum optimiert werden, behauptet der Hersteller.

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Googles Vision vom Smart Home

Google Nest Labs Smart Home

Quelle: Bloomberg

Anfang 2014 übernahm Google das auf Smart-Home-Geräte spezialisierte US-Unternehmen Nest für 3,2 Milliarden US-Dollar. Neue Produkte ließen anderthalb Jahre auf sich warten, bis Google im Juni eine überarbeitete Ausführung des Rauch-und Gas-Melders präsentierte. Im Zusammenspiel mit dem abgebildeten Nest-Thermostat wird die Wohnung rund-um-die-Uhr überwacht. Licht- und Bewegungssensoren schalten die Heizung in nicht benutzten Räumen ab, für die Berechnung werden außerdem lokale Wetterdaten und die Messwerte von Temperatursensoren in jedem einzelnen Raum mit einbezogen. Das soll nicht komfortabel sein, sondern jährlich bis zu 120 Euro Heizkosten einsparen. Kürzlich öffnete Google das Kommunikationsprotokoll Nest Weave für Drittentwickler. Neue Gadgets dürften also nur noch eine Frage der Zeit sein.

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Thermostat Tado

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Quelle: Tado/PR

Na, gestern Abend nach der Arbeit erst mal eine halbe Stunde gefroren, weil die Heizung nicht richtig eingestellt war? Das Münchner Start-up Tado will das verhindern und hat deshalb ein intelligentes Thermostat entwickelt. Das Gerät lässt sich mit dem Smartphone verknüpfen und erkennt per GPS, wann man die Arbeit verlässt und sich dem Heim nähert. Dann wird die Heizung hochgefahren, und der Nutzer kommt in einer warmen Wohnung an.

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Schlaftracking-Bett Sleep Number

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Quelle: Sleep Number/PR

Ein Fitness-Armband, um seine Schlafqualität zu messen? Das ist ja sowas von 2013! Wer wirklich wissen will, ob er vergangene Nacht gut geschlafen hat, sollte die intelligenten Betten von Sleep Number probeliegen. Sie sind mit einer ganzen Reihe von Sensoren ausgestattet, die nicht nur das Herumwälzen sondern auch die Atemfrequenz des Dahinschlummernden aufzeichnen. Eine dazugehörige App analysiert ausführlich, ob sich der Nutzer jetzt auch wirklich ausgeruht fühlen darf.

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Farbiges Lampensystem Philips Hue

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Quelle: Philips

Der Herbst kommt, und mit ihm Kälte, Nässe und viel Grau. Mit Philips' farbigen Lampensystem Hue kann man zumindest das eigene Wohnzimmer ins Licht eines lauen Sommerabends tauchen - und im Hochsommer in kühles Meerblau. Die Anbindung der Lampen an das Smartphone des Besitzers ermöglicht beispielsweise über den Automatisierungs-Webdienst IFTTT Spielereien wie Lichtsignale bei eingehenden E-Mails, Alarmrot bei einer dringenden Mail vom Chef, hoffnungsvolles Grün beim Anruf der oder des Liebsten. Besonders feinsinnige Farbenkenner könnten mit den 16 Millionen verfügbaren Farben problemlos ihr ganzes Adressbuch abbilden. Die neue Steuerzentrale Hue Bridge 2.0 soll auch Apples Sprachassisten Siri integrieren: Wer zum Beispiel "Gute Nacht" sagt, schaltet damit alle Lampen im Haus aus.

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Duftlampe Awox Aromalight

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Quelle: Awox/PR

Wer im Schlafzimmer bereits ein drehbares Bett und einen Deckenspiegel hat, der könnte dieses Gadget lieben: Die Awox Aromalight Color ist LED- und Duftlampe in einem. Per Smartphone-App kann man einen kleinen Tank mit aromatischen Ölen öffnen, mögliche Düfte reichen von Zitronengras über Eukalyptus bis hin zu pheromongetränkten Entspannungsmischungen. Dass man mit der Smartphone-App die Lichtfarbe verändern und das Zimmer so in Rot tauchen kann, gerät beinahe zur Nebensache.

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Sprachgesteuerte Lampenfassung Vocca

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Quelle: Vocca/PR

Klassische Lichtschalter sind im smarten Zuhause offenbar out. Und auch das Smartphone hat als Helligkeitsregler ausgediehnt - zumindest für Vocca-Kunden. Das Start-Up sammelte bei Kickstarter 80 000 Dollar ein und baut damit eine sprachgesteuerte Lampenfassung, in die alle Glühbirnen passen. Nur einen etwas albernen Befehl muss man aussprechen, wenn man nicht doch lieber zum Lichtschalter greifen will: "Go Vocca Light!"

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Be-On Home - Lampen gegen Einbrecher

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Quelle: BeOn Home/PR

Gehören Sie auch zu den Menschen, die immer, wenn sie das Haus verlassen, irgendwo ein Licht brennen lassen, um Einbrecher abzuschrecken? Dann könnte ein Set LED-Lampen von Be-On für Sie genau das Richtige sein. Das System lernt nach und nach, wann Sie in welchem Zimmer das Licht ein- oder ausschalten, und imitiert dieses Verhalten auch dann, wenn Sie nicht zuhause sind. Und wenn jemand an der Tür klingelt, erkennt es den Ton und simuliert Ihren Weg beispielsweise aus dem Wohnzimmer bis zum Eingang. Bei Kickstarter sammelte die Idee mehr als 100 000 Dollar ein, mittlerweile werden die ersten Lampen an die Unterstützer ausgeliefert.

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Überwachungssystem Canary

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Quelle: Canary/PR

Canary - Kanarienvogel - heißt das kompakte Heimüberwachungssystem, das auf verdächtige Geräusche und Bewegungen reagiert und per Smartphone-App den abwesenden Hausbewohner verständigt. Der kann dann über die eingebaute Videokamera nachsehen, was da vor sich geht - und gegebenenfalls die Polizei verständigen. Wenn nicht einfach nur die Katze mal wieder eine Blumenvase umgeworfen hat. Aber dann weiß man wenigstens, dass man auf dem Heimweg noch Putzmittel kaufen muss.

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Ferngesteuerter Kochtopf Belkin Crock-Pot Smart Slow Cooker

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Quelle: Belkin/PR

Fleisch, Gemüse, Gewürze in den Topf, und dann acht Stunden auf niedriger Hitze kochen - für das Abendessen nach einem Arbeitstag sind solche Rezepte leider zu aufwändig. Der "Smart Slow Cooker" von Belkin soll langwierige Koch-Aktionen alltagstauglich machen. Per Smartphone-App lassen sich von überall auf der Welt Kochtemperatur und -zeit anpassen oder ein spezieller Modus zum Warmhalten aktivieren. Nur zum gelegentlichen Probieren und Nachwürzen muss der technikbegeisterte Hobby-Koch doch zum Löffel greifen. Und natürlich selbst am Herd stehen.

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Feuchtigkeitssensor Wally

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Quelle: Wally Home/PR

Benannt sind sie nach dem Putzroboter aus dem Disney-Film - und sie sehen ihm sogar ein bisschen ähnlich. Die Sensoren von Wally können an beispielsweise im Badezimmer oder unter dem Spülbecken platziert werden. Dort messen sie Luftfeuchtigkeit, melden die Werte an eine Smartphone-App und sollen so dabei helfen, Wasserlecks zu erkennen, ehe größerer Schaden entsteht oder sich Schimmel bildet. Ob es aber wirklich zur Seelenruhe beiträgt, ständig den Luftfeuchtigkeitsgehalt hinter der Waschmaschine auf dem Smartphone angezeigt zu bekommen?

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Lautsprecher-Lampe Awox Striimlight

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Quelle: Awox/PR

Licht und Lautsprecher in einem ist die Awox Striimlight Wifi. Per Wlan und Smartphone-App "Awox Striim Control" funktioniert diese Lampe. Sie lässt sich stufenweise dimmen, Musikstücke können in verschiedenen Speicherslots abgespielt werden. Der Klang ist für die Größe überraschend gut.

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Sprachsteuerung Amazon Echo

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Quelle: Amazon/PR

Warum Siri in der Hosentasche, wenn man sich Alexa ins Wohnzimmer stellen kann? Alexa, so lässt sich der sprachgesteuerte Assistent anreden, der in Amazons Smart-Home-Assistent namens "Echo" sitzt. Das eingebaute Mikrofon lauscht auf dieses Codewort und ist dann bereit, allerlei Aufgaben zu erledigen oder Fragen via Websuche zu beantworten. Und natürlich direkt bei Amazon einzukaufen. Damit dies alles gelingt, muss die Sprachaufnahme aber an die Amazon-Server übertragen und dort entschlüsselt werden. Und da wird für manche die Science-Fiction doch eher zur Orwell'schen Dystopie.

© Süddeutsche.de/sih/mahu/jab

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