Nintendo Switch Das kann die neue Konsole von Nintendo

  • Switch, die neue Konsole von Nintendo, wird am 3. März in den Handel kommen. Sie ist gleichzeitig Spielkonsole zum Anschluss an den Fernseher und tragbares Spielegerät.
  • Dafür besteht die Switch aus einem Touchscreen, zwei abnehmbaren Controllern und einer Docking-Station.
  • Zu den ersten Spielen zum Start gehört auch ein neues "Legend of Zelda". Eine neues "Super Mario"-Spiel wird es erst zum Weihnachtsgeschäft geben.
Von Matthias Huber

Das Rätselraten hat ein Ende: Nintendos neue Konsole wird am 3. März in den Wohnzimmern und Rucksäcken der Spieler landen. Die Switch soll mobiles und stationäres Gaming zusammenbringen. Damit soll es möglich sein, unterwegs und daheim dieselben Spiele zu spielen - ob Nintendo-Klassiker wie "Legend of Zelda" und "Super Mario" oder Drittanbieter-Spiele wie "The Elder Scrolls: Skyrim" und das aktuelle "Fifa".

Das Switch-Komplettpaket wird 299 Dollar kosten, der Preis in Euro dürfte genauso hoch ausfallen. Dafür bekommen Spieler eine tragbare Konsole mit zwei angesteckten Steuergeräten, die sich per Docking-Station mit dem Fernseher verbinden lässt. Das Herzstück des Geräts ist ein Touchscreen-Element, in das auch Akku und Rechenhardware verbaut sind. Je nach Spiel soll die Konsole drei bis sechs Stunden durchhalten.

So funktionieren die Joy-Con-Controller

Dazu kommen die ungewöhnlichen Controller, "Joy-Con" genannt. Diese zwei schmalen Eingabegeräte können rechts und links am Touchscreen befestigt werden und komplettieren die Handheld-Konsole für unterwegs. Steckt die Switch am Fernseher, nimmt der Spieler die beiden Joy-Cons ab und schließt sie mit einem Verbindungsstück zu einem kabellosen Controller zusammen, vergleichbar mit den gängigen Eingabegeräten für Xbox und Playstation.

Außerdem kann man beide Joy-Cons einzeln verwenden: entweder einen in jeder Hand oder je einen pro Person, damit zwei Spieler miteinander an einer Konsole spielen können. Die Funktionen der beiden Controller unterscheiden sich: Der linke Joy-Con ist mit einem Aufnahmeknopf versehen, mit dem Screenshots abgespeichert werden können. Der rechte Joy-Con hat eine NFC-Schnittstelle, um Amiibo-Sammelfiguren zu identifizieren, und eine Infrarotkamera, die Umrisse und Bewegungen naher Objekte oder der Hand des Spielers erkennen kann. Beide Joy-Cons sind zusätzlich mit Bewegungs- und Beschleunigungssensoren ausgestattet und können per Vibration taktiles Feedback an die Spieler geben.

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Diese Spiele soll es für die Switch geben

Mit "Legend of Zelda: Breath of the Wild" hat Nintendo einen zugkräftigen Launch-Titel im Angebot: Wird das Spiel, das 2016 mit dem "Best of Gamescom"-Preis ausgezeichnet wurde, die hohen Erwartungen erfüllen, dürfte es so manchen Spieler vom Kauf einer Switch überzeugen. Dazu gibt es zum Start der Konsole das Partyspiel "1-2-Switch!", das die Möglichkeiten der ungewöhnlichen Controller demonstrieren soll.

Für die Monate danach hat Nintendo das comic-artige Kampfsport-Spiel "Arms" und einen Nachfolger für den Wii-U-Egoshooter "Splatoon" angekündigt. Am 28. April soll "Mario Kart 8 Deluxe" erscheinen - eine überarbeitete Version des hervorragenden Wii-U-Rennspiels mit neuen Fahrzeugen und Rennstrecken. Für das Weihnachtsgeschäft ist "Super Mario Odyssey" geplant, ein dreidimensionales Open-World-Jump'n'Run. Auch das Rollenspiel "Xenoblade Chronicles 2" soll noch 2017 in den Handel kommen.

Andere Entwickler haben ebenfalls Titel für die Switch angekündigt: Von Electronic Arts kommt eine Version der erfolgreichen "Fifa"-Reihe, Bethesda bringt seinen fünf Jahre alten Rollenspiel-Klassiker "Skyrim" erstmals auf eine Mobilplattform. Auch die Basketballreihe "NBA2K" und das Sandbox-Spiel "Minecraft" sollen auf der Switch erscheinen. Von Ubisoft sind Umsetzungen von "Just Dance 2017", "Rayman Legends" und dem aktuellen Wintersport-Spiel "Steep" geplant. Die Gerüchte über eine Switch-exklusiven Fortsetzung von "Beyond Good & Evil" hat Ubisoft auf SZ-Anfrage nicht kommentiert.

Gemeinsam spielen - oder gegeneinander

Typisch für Nintendo legt die Switch den Fokus auf das Spielen mit Freunden. Bis zu acht Konsolen können sich im selben Raum drahtlos miteinander verbinden, die Touchscreens lassen sich mit einem eingebauten Aufsteller wie ein Mini-Fernseher auf den Tisch stellen. Einen Online-Multiplayer-Modus via Wlan beherrscht die Switch ebenfalls. Dieser soll nach einer kostenlosen Testphase Teil eines kostenpflichtigen Online-Services werden, den Nintendo plant. Abonnenten werden monatlich ein NES- oder SNES-Spiel herunterladen können, das für diesen Zweck um Online-Multiplayer-Funktionen erweitert wurde. Außerdem wird es eine App geben, um Konsole und Smartphone zu verbinden, um beispielsweise Chat-Funktionen zu nutzen.

Mit dem ungewöhnlichen Schritt, zwei Gerätekategorien zu vereinen, hofft Nintendo, auch in westlichen Märkten auf die Konkurrenz um Sony und Microsoft aufzuholen. Die Wii U, Nintendos aktuelle Konsole, hat sich verhältnismäßig schlecht verkauft und wurde von Spieleentwicklern kaum mit Software versorgt. Der 3DS - Nintendos tragbare Spielkonsole - ist dagegen vor allem in Japan sehr erfolgreich, während Sonys Konkurrenzgerät, die Playstation Vita, kaum Käufer fand.

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