Neue Spiele auf der Gamescom Legend Of Zelda: Link hat nun ein Tablet

Szene aus "Legend of Zelda: Breath of the Wild"

(Foto: Nintendo)

Das Nintendo-Spiel "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" ist ein gelungenes Open-World-Spiel. Und ein Glücksgriff für die noch unbekannte Konsole NX.

Von Matthias Huber, Köln

Link hat ein Steak in seinem Rucksack, und ein paar Pilze. Da drüben, hinter dem umgestürzten Baumstamm, findet sich etwas Trüffel. Er sammelt ihn ein, packt eine Fackel aus und entzündet sie am Lagerfeuer und geht damit zur Kochstelle. Dann wirft er die Zutaten in den Topf, es brodelt und fertig ist der Fleischspieß. Der ist nicht nur gut gegen Hunger, sondern etwas warmes zum Essen hilft auch, wenn es Link in der Wildnis von Hyrule zu kalt wird. Damit das Lagerfeuer nachts nicht ausgeht, hackt er etwas Holz, macht es sich bequem und holt ein Tablet aus der Tasche.

Ja, ein Tablet. "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" ist offensichtlich für den Tablet-Controller der Wii U entwickelt worden, auch wenn der in der auf der Gamescom gezeigten Demo noch keine besondere Funktion hat. Aber die leuchtende Steinplatte, die Link auf seinem Weg durch das Spiel begleitet, ist offenbar als digitale Entsprechung des Eingabegeräts gedacht und ein deutliches Zeichen dafür, dass der Wii-U-Controller auch bei Nintendos noch unbekannter Nachfolgekonsole NX eine Rolle spielen wird. Immerhin soll Breath of the Wild, wenn es denn irgendwann 2017 erscheint, gleichzeitig auf beiden Konsolen veröffentlicht werden.

Und wenn viele NX-Spiele so werden, wie Breath of the Wild jetzt schon aussieht, dann wird Nintendo all jenen eine klare Lektion erteilen, die dem Traditionskonzern ein baldiges Ende in der Spielebranche prophezeien.

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Denn Breath of the Wild ist das, was dabei herauskommt, wenn sich die Spieldesign-Perfektionisten von Nintendo von modernen Titeln wie "Minecraft" oder "Assassin's Creed" inspirieren lassen. Ein Open-World-Spiel mit einer gigantischen Welt: Am Horizont sind Vulkan- und Eislandschaften zu sehen, ein Blick auf die Karte offenbart, dass sich die bereits umfangreiche Gamescom-Demo nicht einmal über ein Zwanzigstel des Areals erstreckt. Ein Überlebens-Spiel mit komplexem Rohstoff- und Baukasten-System, Wetter, Tageszeiten und Rollenspiel-Elementen. Und der Charme und die Detailverliebtheit, die "Super Mario" und vorherige Zelda-Titel bereits zu den wenigen unsterblichen Klassikern des gesamten Mediums gemacht haben.

Das Versprechen, das Breath of the Wild macht, ist gewaltig. Vergleichbaren Umfang gibt es sonst eher bei Ubisoft, "Grand Theft Auto" oder den Warner-Spielen um "Batman" oder "Mad Max". Dazu werden Nintendos Amiibo-Figuren unterstützt, Sammelfiguren aus Plastik, in deren Sockel ein Chip eingearbeitet ist, mit dem man im Spiel Zusatzinhalte freischalten kann. In der Gamescom-Demo kommt so bereits der Wolf aus "Twilight Princess" zu Hilfe. Gelingt es den Entwicklern von Nintendo, ihren berühmt hohen Anspruch auch bei einem Projekt dieser Größenordnung aufrecht zu erhalten, könnte Breath of the Wild Millionen zum Kauf der neuen Konsole verführen. Was der Wii-U-Controller für eine Rolle spielen wird, ist dabei schon beinahe egal.