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Neue Spielkonsole:Sony präsentiert Playstation 4, zeigt sie aber nicht

Sony PlayStation 4 Vorstellung

Präsentation der neuen Playstation 4 - ein vorzeigbares Gerät blieb Sony jedoch schuldig. 

(Foto: REUTERS)

Mit der neuen Playstation 4 will sich Sony aus der Krise manövrieren und Marktanteile von Smartphones und Tablets zurückholen. Jetzt präsentierte der Konzern erstmals Details seiner neuen Spielkonsole - und enttäuschte seine Fans dennoch. Aussehen und Preis gab Sony nicht bekannt.

Nach mehr als sechs Jahren bringt Sony eine neue Version seiner Spielkonsole Playstation heraus. Der japanische Elektronikkonzern gab während einer Präsentation in New York erstmals Details der Playstation 4 bekannt. Wie die neue Spielkonsole aussehen wird, zeigte Sony aber noch nicht. Auch müssen sich die Fans noch gedulden. Erst gegen Weihnachten soll die neue Konsole in den Handel kommen, sieben Jahre nach dem Vorgänger Playstation 3. Ebenfalls unklar bleibt, wie viel die Neuentwicklung zum Marktstart kosten wird.

Eine der wichtigsten Neuerungen besteht darin, dass Wunschtitel direkt aus dem Internet heruntergeladen werden können und mit dem Spielen schon begonnen werden kann, noch bevor der Download vollständig abgeschlossen ist. Auch lassen sich Videos und Fotos aus dem laufenden Spiel durch einen Knopfdruck am neuen Controller ohne Umwege mit Freunden teilen.

"Nicht mehr das Wohnzimmer ist der Mittelpunkt, sondern der Spieler", sagte Sony-Spartenchef Andrew House. Das solle veränderten Spielegewohnheiten Rechnung tragen. So gibt es Apps für Smartphones und Tablet-Computer, wo sich Mitspieler austauschen können. Auch wird es möglich sein, begonnene Spiele auf der tragbaren Playstation Vita weiterzuspielen.

Eine Evolution, keine Revolution

Die Playstation 4 bekommt die bekannte x86-Prozessorentechnik aus dem PC. "Aber hochgezüchtet", wie Chefentwickler Mark Cerny sagte. Durch die höhere Rechenleistung werden noch realitätsnähere Grafiken möglich. Gartner-Analyst Michael Gartenberg sprach in einer ersten Reaktion auf Twitter allerdings von einer "Evolution, keiner Revolution".

Sony antwortet mit der neuen Playstation auf die zunehmende Beliebtheit von Smartphones und Tablet-Computern insbesondere bei Gelegenheitsspielern. Die Titel lassen sich bequem online auf die mobilen Geräte herunterladen und sind dabei in der Regel auch noch wesentlich günstiger als Konsolenspiele aus dem Laden. Viele Menschen tummeln sich auch bei Facebook, wenn sie spielen wollen und errichten virtuelle Bauernhöfe bei "Farmville" oder ganze Städte bei "Cityville".

Mit dem Einblick in die ersten technischen Details kommt Sony dem Rivalen Microsoft zuvor, dessen Xbox 360 ebenfalls in die Jahre gekommen ist. Beobachter erwarten, dass der Windows-Hersteller auch bis zum Jahresende einen Nachfolger präsentieren wird. Zuletzt war die Xbox 360 die bestverkaufte Spielkonsole, vor allem seit der Konzern seine Bewegungssteuerung Kinect herausgebracht hat. Nintendo hatte seine neue Wii U pünktlich zum Weihnachtsgeschäft im November auf den Markt gebracht, sie verkauft sich allerdings schlechter als erwartet.

Sony braucht einen Erfolg

Die PlayStation 3 ist seit Ende 2006 auf dem Markt und verkaufte sich nach der Schätzung des Marktforschers IDC seitdem 77 Millionen Mal. Die Spielkonsole war zu ihrer Zeit revolutionär, besaß sie doch neben einem leistungsstarken Prozessor auch ein Blu-ray-Laufwerk. Allerdings war sie dadurch auch relativ teuer und wurde die ersten Jahre beim Absatz von Nintendos deutlich günstigerer Wii-Konsole überholt.

Für Sony ist ein Erfolg der Playstation 4 wichtig. Der japanische Elektronikriese schreibt unter dem Druck von Rivalen wie Apple oder Samsung seit geraumer Zeit Verluste. Das Spielegeschäft alleine war im zurückliegenden Weihnachtsquartal wegen schwacher Playstation-Verkäufe um 15 Prozent zurückgegangen. In dem Ende März abschließenden Geschäftsjahr hofft Sony erstmals seit fünf Jahren wieder auf einen Gewinn.

© Süddeutsche.de/dpa/mike/pauk

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