Microsoft Xbox One X Die neue Xbox: kleiner, schneller - und teurer

Die neue Xbox One X ist ein gutes Stück kleiner als ihre Schwester-Konsole Xbox One.

(Foto: oh)

Microsoft verspricht die "leistungsstärkste Konsole der Welt". Doch lohnt sich der Aufpreis wirklich?

Von Caspar von Au

Bescheidenheit ist eine Zier, doch für die Verantwortlichen bei Microsoft wohl eher nebensächlich. Als "die leistungsstärkste Konsole der Welt" bewirbt das Unternehmen seine neue Spielkonsole: die Xbox One X. Ganz nebenbei ist das neue Gerät auch noch "die kleinste Xbox aller Zeiten".

Beim Auspacken fällt auf: Vor allem das Netzteil - für die Xbox One noch ein Riesentrumm, das allein fast ein Kilo wiegt - ist für die One X auf ein höchst angenehmes Kabel zusammengeschrumpft. An dessen Ende sich sogar neuerdings ein flacher Euro-Stecker statt dem runden Schuko-Stecker befindet. Das Gehäuse der Konsole fällt flacher, schmaler und weniger tief aus und lässt so mehr Platz im Regal für andere Dinge.

Die Xbox One X ist nach Xbox One und Xbox One S das dritte Mitglied in der One-Familie. Zumindest rechnerisch bringt sie viermal so viel grafische Leistung mit wie die beiden älteren Schwestern. Bis zu sechs Billionen Berechnungen kann der Grafikchip der One X pro Sekunde durchführen. Die Leistung münzt die Konsole in ultrahochauflösendes 4K um, Farben und Kontrast sollen dank High Dynamic Range (HDR) realistischer werden, Spiele flüssiger bei stabilen 60 Frames pro Sekunde laufen.

Leistungsstärkste, kleinste, teuerste

Damit der Spieler überhaupt in den Genuss von 4K und HDR kommt, braucht es freilich einen Fernseher, der das kann. Doch die Microsoft-Manager haben auch an all jene bescheiden Lebenden gedacht, die nur ein HD-fähiges Gerät besitzen. Dank "Supersampling" soll selbst auf 1080p-Fernsehern das Bild schärfer und detailreicher wirken.

Im Test lässt sich bei den meisten Spielen kaum ein Unterschied erkennen. Für einige Spiele gibt es kostenlose Updates, die die Darstellung für die Xbox One X optimieren sollen. Nach einem Update fällt der Grafik-Unterschied deutlicher aus. Verbesserungen bei Ladezeiten und Performance sind allenfalls marginal spürbar.

Wer sich jetzt eine Xbox zulegen möchte, muss abwägen: Profitiere ich von der höheren Pixeldichte und investiere? Oder begnüge ich mich mit einer der leistungsschwächeren älteren Schwestern, die dank des jüngsten Microsoft-Sprösslings fast überall im Angebot sind? Die One X ist mit 499 Euro nämlich auch die teuerste Konsole der Welt.

Hinweis der Redaktion: Die Xbox One X wurde der Redaktion von Microsoft zu Testzwecken zur Verfügung gestellt.

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