Microsoft:Die wichtigsten Neuigkeiten zu Windows 10

Satya Nadella Microsoft Windows 10

Microsoft-Chef Satya Nadella stellt in der Konzern-Zentrale neue Funktionen von Windows 10 vor.

(Foto: AP)

In Kürze erscheint Windows 10, täglich liefert Microsoft neue Details. Ein Überblick.

In weniger als vier Wochen erscheint die finale Version von Windows 10. Microsofts neuem Betriebssystem wird zwar nicht ganz so entgegengefiebert wie neuen Apple-Produkten, dennoch warten viele Millionen Windows-Nutzer ungeduldig auf das Update, das Fehler und Schwächen der Vorgängerversionen beheben soll und für Besitzer von Windows 7 und 8.1. im ersten Jahr kostenlos sein wird.

Dem Tech-Portal Techcrunch zufolge testen derzeit rund 5 Millionen Menschen die Beta-Version von Windows 10 über das sogenannte Insider-Programm. Beinahe täglich veröffentlicht Microsoft neue Informationen, und ebenso regelmäßig kursieren neue Gerüchte. Hier ein Überblick der Meldungen der vergangenen Tage.

Nicht alle Nutzer werden Windows 10 am 29. Juli erhalten

In einem Blogeintrag hat Microsoft angekündigt, dass sich Kunden auf eine Wartezeit einrichten sollten. Das kostenlose Upgrade auf Windows 10 wird am 29. Juli noch nicht für alle Nutzer freigeschaltet, sondern in mehreren Etappen verteilt. Zuerst kommen die Teilnehmer am Windows-Insider-Programm an die Reihe, anschließend jene Kunden, die sich vorab für das Gratis-Upgrade angemeldet hatten (hier erklärt Microsoft, wie Sie das Upgrade reservieren können).

Erst danach wird der Download von Windows 10 in mehreren Abschnitten für den Rest der Nutzer freigegeben. Es kann also einige Wochen dauern, bis Sie Windows 10 auf Ihrem Rechner installieren können. Unzufriedene Kunden werden nach dem Update 30 Tage Zeit haben, zu ihrer alten Version zurückzukehren.

Microsoft gibt Unterschiede der einzelnen Versionen bekannt

Wie üblich wird Windows 10 in unterschiedlichen Ausführungen erscheinen: Als Home-, Pro- und Enterprise-Variante, außerdem gibt es eine Education-Edition für Schulen und Hochschulen. Microsoft hat nun Details dazu veröffentlicht, wie sich diese Versionen voneinander unterscheiden sollen.

Enterprise und Education-Edition bieten den vollen Funktionsumfang, Pro-Nutzer müssen Einschränkungen hinnehmen, die Home-Version ist funktional am limitiertesten. Die Übersichtstabellen von Microsoft bieten einen Überblick, bei Heise gibt es eine ausführliche deutschsprachige Zusammenfassung.

So viel wird Windows 10 voraussichtlich kosten

Zuletzt waren immer wieder angeblich endgültige Preislisten für den deutschen Markt aufgetaucht, tatsächlich steht die UVP noch nicht fest. Jedoch ist der Verkaufspreis von Windows 8 ein guter Anhaltspunkt, Microsoft spricht von einer unveränderten UVP "in den USA und den meisten anderen internationalen Ländern".

Demnach würde Windows 10 Pro 279 Euro kosten, die Home-Version 119 Euro. Aufgrund des schwachen Euros könnten diese Preise aber noch angehoben werden. Mehr Informationen zur voraussichtlichen Preisgestaltung hat das Portal Computerbase zusammengetragen.

Windows 10 teilt das Wlan-Passwort mit Freunden

Einem Bericht des britischen Tech-Portals The Register zufolge wird Microsofts neues Betriebssystem freigiebig mit dem Wlan-Passwort der Nutzer umgehen. Demnach wird in Windows 10 eine neue Funktion namens "Wi-Fi Sense" eingeführt, die das Passwort speichert und an alle Kontakte weitergibt; darunter Einträge aus dem Outlook- und Skype-Adressbuch sowie Facebook-Freunde.

Das soll es Bekannten leichter machen, das heimische Wlan-Netzwerk zu nutzen. Wenn Wi-Fi Sense aktiviert ist, entfällt das Fragen nach dem Passwort, der Login funktioniert automatisch. Microsoft speichert und überträgt die Passwörter über eine gesicherte, verschlüsselte Verbindung. Andere Nutzer, die ein Passwort per Wi-Fi Sense erhalten, können es nicht im Klartext einsehen, wie Microsoft in den FAQ mitteilt.

Trotzdem gibt es Sicherheitsbedenken: Ein Passwort, das im Wlan-Netzwerk gespeichert ist, wird fast zwangsläufig zum Ziel von Hackern - Verschlüsselung hin oder her. Auch Datenschützer warnen, dass Nutzer mittels Wi-Fi-Sense automatisch ihre Facebook-Freunde an Microsoft übermitteln. Anders als von Medien berichtet, scheint die Funktion allerdings nicht voreingestellt, sondern optional zu sein. Blogger Caschy schreibt, dass bereits die neueste Preview-Version von Windows 10 (Build 10130) standardmäßig ohne aktivierten Wi-Fi-Sense ausgeliefert werde. Auch die finale Version bringe das Feature nicht mit.

Edge-Browser verzichtet auf Silverlight, integriert HTML 5 und DRM

Das Microsoft-Edge-Team schreibt im Firmen-Blog, dass der Nachfolger des Internet Explorers die veraltete Silverlight-Erweiterung nicht mehr unterstützen wird. Stattdessen setze man auf HTML 5, das Silverlight-Plugin bleibt allerdings Bestandteil des Internet Explorer 11. Der Edge-Browser wird außerdem die sogenannten Encrypted Media Extensions unterstützen, die eine Unterstützung für DRM, also digitale Rechteverwaltung liefern. Einzelheiten über die technischen Details finden Sie bei Golem.

© SZ.de/sih/rus
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