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Laptop:Acer Swift 5: Ist da überhaupt was drin?

Acer Swift 5

Nur 970 Gramm leicht: Das Acer Swift 5.

(Foto: Acer/PR)

Das Swift 5 soll das leichteste Notebook der Welt mit 14-Zoll-Display sein: Es wiegt nur 970 Gramm. Das geht zu Lasten des Akkus.

Von Marvin Strathmann, Berlin

Da Windows-Notebooks immer etwa gleich aussehen und ähnliche Dinge können, versuchen die Hersteller, sich über Superlative von der Konkurrenz abzusetzen. In regelmäßigen Abständen stellen sie das schnellste/teuerste/leiseste/dünnste/hellste Notebook aller Zeiten vor - bis der nächste Hersteller kommt und diesen Titel klaut.

Acer ist bei diesem Überbietungswettbewerb immer vorne mit dabei, gerade wenn die Ifa in Berlin stattfindet. Letztes Jahr hat das taiwanesische Unternehmen dort das Swift 7 vorgestellt, das dünnste Notebook der Welt. In diesem Jahr war in Berlin das Swift 5 zu sehen: Es ist das leichteste Notebook der Welt, das ein Display von 14 Zoll in der Diagonale hat, behauptete jedenfalls Acer bei der Vorstellung. Nur 970 Gramm wiegt das Gerät, das Menschen ansprechen soll, die ständig mit ihren Notebooks unterwegs sind und einen größeren Bildschirm brauchen, aber trotzdem nicht viel schleppen möchten.

Es gibt leichtere Notebooks auf dem Markt, aber die haben eben keinen 14-Zoll-Bildschirm. Wer das Swift 5 mit der Hand hochhebt, fragt sich, ob überhaupt Technik drinsteckt, oder ob Acer nicht nur eine leere Hülle verkauft, die wie ein Notebook aussieht. Tatsächlich stecken ein i5- oder i7-Prozessor der neuesten Generation von Intel im Acer-Notebook, bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine SSD-Festplatte mit bis zu 512 Gigabyte Platz - je nach Ausstattung.

Neue Legierung sorgt für Gewichtsverlust

Das geringe Gewicht liegt Acer zufolge an einer neuen Magnesium-Lithium-Legierung, die der Hersteller für das Gehäuse des Notebooks verwendet hat. Würde es nur aus Aluminium bestehen wie viele andere, wäre das Gerät demnach schwerer. Acer ist nicht das erste Unternehmen, das auf diese spezielle Legierung setzt: Mit der Magnesium-Lithium-Mischung hat der japanische Hersteller NEC bereits 2012 ein ultraleichtes Notebook gebaut. Auch das chinesische Unternehmen Xiaomi soll mit der Legierung für das Mi Notebook Air experimentiert haben, hieß es Gerüchten zufolge.

Trotz der leichten Materialien soll das Gehäuse genauso widerstandsfähig gegen Kratzer und Stürze sein wie ein herkömmliches Notebook. So fühlt es sich auch an: Nichts wackelt, nichts biegt sich. Einem Plastik-Gehäuse ist es überlegen, allerdings wirkt das Swift 5 auch nicht ganz so wertig wie andere Geräte mit reinem Aluminium-Gehäuse, etwa die Spin-Reihe von Acer oder die Macbooks von Apple.

Fünf Stunden weniger Akku

Das Touchscreen-Display biete eine Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel. Das Notebook kommt mit einem Touchpad, einer eingebauten Webcam und einem Fingerabdruck-Sensor. An der rechten Seite sitzen ein HDMI- und ein USB-C-Anschluss, und je nach Ausstattung auch zwei USB-3-Schnittstellen.

Der Akku soll acht Stunden durchhalten, behauptet Acer. In der Realität kommt ein normaler Nutzer wohl auf weniger Leistung, da solche Laborwerte in der Regel selten erreicht werden. Dabei macht sich das Gewicht bemerkbar: Beim Vorgängermodell hat Acer die Laufzeit noch mit 13 Stunden angegeben, dafür war es aber auch deutlich schwerer. Wem das geringe Gewicht das Wichtigste ist, wird das verkraften.

Ab November soll das Swift 5 ab 1100 Euro erhältlich sein.

© SZ.de/jab/stein

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