Call of Cthulhu

Normalerweise geht es ja doch nicht ohne Kampf. Sobald ein Adventure zusätzlich Rollenspiel-Elemente - Erfahrungspunkte oder bestimmte erlernbare Fähigkeiten der Spielfigur - verpasst bekommt, muss sich der Spieler auch prügeln. Mit dieser etwas unnötigen Tradition wollen die Entwickler von "Call of Cthulhu" brechen. Ein Horror-Krimi vor dem Hintergrund des von Romanautor H.P. Lovecraft geschaffenen Cthulhu-Mythos scheint außerdem die perfekte Gelegenheit. Also löst der Spieler Rätsel, geht Hinweisen nach und muss von Zeit zu Zeit auch seine Fähigkeiten und Kenntnisse als Forensiker und Anatom unter Beweis stellen. Und falls es doch mal zum gewalttätigen Konflikt kommt, so wird auch dieser ganz actionfrei mit einem digitalen Würfelwurf abgehandelt. Sackgassen und Game-Over-Situationen sollen dabei nie entstehen, sondern immer alternative Lösungswege vorhanden sein. Die auf der Gamescom gezeigte Demo war erschien zwar technisch noch ziemlich unausgereift, mit kantigen Animationen und ein paar mal zu oft wiederverwendeten Texturen. Aber das Spielprinzip von Call of Cthulhu steht und fällt sowieso mit der schreiberischen Qualität der Geschichte und der Texte im Spiel. Wenn die im fertigen Spiel stimmt, dann wäre auch so manch andere Schwäche leicht verzeihbar.

"Call of Cthulhu" erscheint voraussichtlich Ende 2017 für PC, Playstation und Xbox.

Bild: Focus / PR 26. August 2017, 06:582017-08-26 06:58:40 © SZ.de