Forest

Die App Forest lockt mit gutem Öko-Gewissen. Die Macher versprechen, dass echte Bäume gepflanzt werden, wenn Nutzer ihre Handys für eine bestimmte Zeit nicht anrühren. Man stellt ein, wie lange man die Finger vom Smartphone lassen will, und schon sprießt eine kleine Pflanze auf dem Bildschirm. Wer mag, kann beruhigende Klänge einstellen und beispielsweise einem Wald im Regen zuhören. Solange der die Forest-App nicht verlässt, wächst die Pflanze. Wer Facebook checken will, muss den Vorgang abbrechen. "Das wird dein süßer kleiner Baum nicht überleben", warnt die App. Zurück bleibt ein vertrockneter Kümmerling.

Forest ist teilweise wie ein Spiel aufgebaut. Nutzer können Münzen sammeln und dafür neue Pflanzen freischalten. Um nicht nur digitale, sondern echte Bäume zu pflanzen, muss man die Premium-Version der App kaufen. Dann können Nutzer ihre gesammelten Münzen an die gemeinnützige Organisation Trees for the Future spenden.

Die App selbst ist alles andere als gemeinnützig. Auf Android-Geräten strotzt sie vor Werbung, und viele Features gibt es erst in der kostenpflichtigen Premium-Version. Immerhin verschwinden dann die Anzeigen. Forest gibt es für Android (kostenlos) und iOS (zwei Euro). Außerdem bieten die Entwickler ein Firefox-Addon an, das Zeitfresser wie Youtube oder Facebook blockiert. Auch hier können Nutzer virtuelle Bäume pflanzen.

Bild: Screenshot 8. Dezember 2017, 04:532017-12-08 04:53:00 © SZ.de/sih/sks