Das Durchleuchten von Mitarbeitern

Bisher existierte kein Gesetz, das den Umgang mit Daten von Mitarbeitern in Betrieben regelt. Das neue Datenschutzgesetz enthält jetzt eine solche Regel, diese ist aber sehr allgemein ausgefallen: Demnach dürfen Arbeitgeber personenbezogene Daten des Mitarbeiters nur "für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses" verwenden. Konkreter wird der Paragraph nur in der Frage des "Mitarbeiter-Screenings". Wenn ein Arbeitgeber in der eigenen Firma nach Korruption oder Betrug fahndet, darf er nicht wahllos die Daten von Mitarbeitern durchstöbern. Er muss zuvor einen begründeten Verdacht vorweisen, dass der Betroffene tatsächlich eine Straftat begangen hat.

Bild: dpa

4. Juli 2009, 13:572009-07-04 13:57:00 © sueddeutsche.de