Stoibers Aufstieg

Es soll der Höhepunkt seiner politischen Karriere werden: die Kanzlerkandidatur. Ein Bayer in Berlin. Der Traum von Edmund Stoiber, zum Greifen nahe. Es ist bei der Klausur der CSU-Landesgruppe 2002, als der damalige Landesgruppenchef Michael Glos Parteichef Edmund Stoiber zum Kanzlerkandidaten der CSU ausruft - gegen den Willen der Schwesterpartei CDU. Drei Tage später lädt Stoiber CDU-Chefin Angela Merkel zum legendären Wolfratshauser Frühstück. Merkel verzichtet auf ihre Kandidatur, Stoiber zieht in den Wahlkampf - und verliert. Am Wahlabend kann er sich nach den ersten Hochrechnungen zwar als Wahlsieger fühlen, allerdings nur für wenige Stunden. Am Ende gewinnt die SPD und Gerhard Schröder wird Kanzler. Stoiber kehrt als Verlierer nach Bayern zurück.

Bild: dpa/dpaweb 18. November 2016, 10:012016-11-18 10:01:48 © SZ.de//sim/ebri