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Unwetter:Stromausfälle wegen Sturmtief "Burglind"

Das Sturmtief Burglind hat in Bayern zahlreiche Stromausfälle ausgelöst. Gegen Mittag waren noch rund 3000 Haushalte und Betriebe in Oberbayern, Niederbayern und Unterfranken ohne Strom, sagte ein Sprecher der Bayernwerk AG am Mittwoch. Am Vormittag war dort in etwa 10 500 Haushalten der Strom ausgefallen. Größtenteils hätten herabfallende Äste oder eingestürzte Bäume Schäden an den Stromleitungen verursacht. Besonders betroffen waren die oberbayerischen Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm, Weilheim-Schongau und Erding. Zudem fiel den Angaben nach im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart in besonders vielen Häusern der Strom aus. Auch in Schwaben hatten einige Tausend Haushalte kurzzeitig keinen Strom, wie ein Sprecher der Lechwerke AG sagte. Durch Umschaltungen auf alternative Leitungsstrecken hatten Einsatzkräfte den Stromausfall gegen Mittag allerdings größtenteils wieder behoben.

In Franken wütete der Sturm besonders stark, er entwurzelte Bäume, etwa in Aschaffenburg, und deckte Dächer ab. Die Feuerwehren mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. In der Rhön wurden in mehreren Orten aufgrund der großen Niederschlagsmengen Straßen und Gehwege überschwemmt. Auf der Autobahn 3 war auf Höhe der Anschlussstelle Bessenbach/Waldaschaff ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Ein Lasterfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit seinem mit 15 Tonnen Metallrohren beladenen Sattelzug gegen das Geäst. Der Fahrer blieb unverletzt. In Mittelfranken musste die Feuerwehr auf der Bundesstraße 8 bei Pfeiferhütte im Landkreis Nürnberger Land eine Frau aus ihrem Auto schneiden, auf das während der Fahrt ein Baum gestürzt war. Auch sie erlitt keine größeren Verletzungen.

Der Zoos in Augsburg und München blieben aus Sicherheitsgründen wegen des Sturmtiefs geschlossen. Die Zugspitzbahn stellte den Betrieb zum Gipfel des höchsten deutschen Bergs wegen Burglind ein. Das Skigebiet mit seinen Abfahrten und Pisten blieb geschlossen. Auch am Brauneck und am Wendelstein fuhren die Bahnen nicht, wie an einigen anderen bayerischen Bergen. Am oberfränkischen Ochsenkopf standen die zwei Bahnen ebenfalls still.