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Rosenheim:Ausflügler verstärkt im Visier

Überfüllte Parkplätze, zugeparkte Rettungswege und im Wald abgestellte Autos: Viele Deutsche entscheiden sich angesichts der Corona-Krise für Urlaub und Ausflüge im eigenen Land - und verursachen an ihren Zielorten ein Verkehrschaos. Besonders betroffen ist in Bayern die Alpenregion. Die Polizei will dort am Wochenende verstärkt gegen Wildparker vorgehen. Auch auf der Insel Lindau im Bodensee stehen Ausflügler im Fokus - wegen mangelnder Einhaltung der Corona-Regeln. "Wir haben dort das Problem, dass die Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Geplant sei, am Wochenende mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Präsenz zu zeigen. Lindaus Landrat Elmar Stegmann (CSU) hatte zuvor kritisiert, in den Lokalen auf der Insel würden die Daten der Gäste nicht mehr erfasst, Mindestabstände und Maskenpflicht nicht mehr beachtet. Um an Hotspots ein Verkehrschaos durch Ausflügler zu verhindern, seien mit Hilfe der Bereitschaftspolizei auch an beliebten Zielen wie Walchensee oder Oberstdorf zusätzliche Kontrollen geplant, kündigten die Polizeipräsidien Oberbayern Süd in Rosenheim und Schwaben Süd/West in Kempten am Freitag an. "Es sind in den Ferien schon immer viele Touristen nach Oberbayern gekommen", sagte eine Polizeisprecherin. "Wir hatten in den letzten Wochen aber ein noch verstärkteres Verkehrsaufkommen."

© SZ vom 01.08.2020 / dpa

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