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Oberpfalz:Kago-Gläubiger müssen auf ihr Geld warten

Schloss von Karl-Heinz Kago

Der Münchner Immobilienunternehmer Sveta Todorovic hat das Schloss von Karl-Heinz Kago im August für fünf Millionen Euro ersteigert.

(Foto: dpa)

Der Käufer, der das Schloss des früheren Kaminofenbauers ersteigert hat, ist noch die fünf Millionen Euro schuldig. Das Versäumnis könnte für ihn teuer werden.

Die Gläubiger des insolventen Kaminofenbauers Karl-Heinz Kago müssen weiter auf ihr Geld warten: Der Käufer des Kago-Schlosses in Postbauer-Heng (Kreis Neumarkt) hat bis zum Stichtag den Kaufpreis von fünf Millionen Euro nicht ans Nürnberger Amtsgericht überwiesen. Bis Freitag sei kein Geld beim Gericht eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher. Die Forderungen würden nun an die Gläubiger übertragen.

Im August hatte der Münchner Immobilienunternehmer Sveta Todorovic das Schloss aus der Konkursmasse der 2010 insolvent gegangenen Ofenbaufirma ersteigert. Weil Todorovic den Betrag bis Freitag beim Gericht schuldig blieb, muss er das Geld nun direkt an die einzelnen Gläubiger überweisen. Das Versäumnis könnte für Todorovic teuer werden: "Die Forderungen können verzinst werden", sagte ein Gerichtssprecher.

Todorovic selbst aber bleibt gelassen. Er habe eine größere Summe Geldes aus einem anderen Geschäft nicht wie vereinbart überwiesen bekommen, daher der Verzug. Außerdem sei er derzeit gesundheitlich angeschlagen. "Nächste Woche kommt alles unter Dach und Fach", sagte Todorovic der Süddeutschen Zeitung. Er lasse sich nun eine Liste der Gläubiger vom Gericht zustellen, diesen werde er das geforderte Geld dann direkt überweisen.

Überdies plane er in den kommenden zwei Wochen einen "Tag der offenen Tür" im Kago-Schloss. Konkrete Zukunftspläne werde er dann benennen. Jetzt schon könne er sagen, dass dort Konferenzräume und Vermietungen für Tagungsgäste angeboten werden sollen.

© SZ vom 05.11.2016 / prz/imei

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