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Nürnberg:Lebenslange Haft für Angreifer gefordert

Nürnberger Messerstecher soll in die Sicherungsverwahrung

Im Prozess gegen den Messerstecher von Nürnberg hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Der mehrfach vorbestrafte 39-jährige Angeklagte habe einen Hang zu erheblichen Straftaten und sei für die Allgemeinheit eine Gefahr, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Weyde am Landgericht Nürnberg-Fürth. Trotz zahlreicher Gefängnisaufenthalte zeige er eine "hohe Rückfalltendenz". Der in einigen Medien in Anlehnung an den Londoner Serienmörder Jack the Ripper als "Ripper von Johannis" bezeichnete Deutsche steht wegen dreifachen versuchten Mordes und Diebstahls mit Waffen vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, am 13. Dezember vergangenen Jahres im Nürnberger Stadtteil St. Johannis scheinbar wahllos und ohne Vorwarnung drei Frauen auf offener Straße mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Einen Tag nach den Angriffen wurde er festgenommen. Bei den Mordversuchen sei der gelernte Lagerist und zuletzt obdachlose Mann "sehr, sehr nah an einer Tatvollendung gewesen", sagte der Oberstaatsanwalt. Nur dem Zufall und ärztlichen Künsten sei es zu verdanken, dass die drei Opfer die Messerattacken des Obdachlosen überlebt hätten. Alle drei geschädigten Frauen seien stark traumatisiert und müssten psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.