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Mittenwald:Verkauf zum doppelten Preis

Eigentümer der Karwendelbahn macht Übernahmeangebote

Der Mehrheitseigentümer der umstrittenen Mittenwalder Karwendelbahn hat den Kleinaktionären ein Übernahmeangebot gemacht. Zugleich versucht das Unternehmen, der Gemeinde die eigenen Anteile zu mehr als dem doppelten Preis pro Aktie zu verkaufen. Im Rathaus macht bisher niemand Anstalten, sich auf ein solches Geschäft mit der Konsortium AG einzulassen und sich damit endlich Frieden bei der Karwendelbahn als dem wichtigsten Mittenwalder Touristenmagneten zu erkaufen.

60 Euro pro Aktie - so steht es auf dem Übernahmeangebot, das seine Hausbank einem Kleinaktionär der Karwendelbahn übermittelt hat. Der Münchner hält seine Anteile nach eigenen Worten aus Liebhaberei und denkt nicht an einen Verkauf - ebenso wenig wie bei einem gleichlautenden Angebot vom Februar. Doch die Angebote lassen die Strategie der Konsortium AG im Dauerstreit mit der Gemeinde erkennen. Man habe mit dem Bürgermeister einen Verkauf zu 145 Euro pro Aktie vereinbart, hatte Wolfgang Reich für die Konsortium jüngst vor Gericht erklärt. Die Gemeindeseite spricht dagegen von höchsten 80 Euro pro Aktie, was bei dem bisherigen Paket der Konsortium einen Unterschied von rund 1,1 Millionen Euro ausmacht. Ob die Konsortium mit dem am Donnerstag ausgelaufenen Angebot ihren Aktienanteil ausbauen konnte, war dort am Freitag nicht zu erfahren.