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Landtagswahlkampf:Bayern-FDP verzichtet auf Unterstützung aus Berlin

Für ihre schlechten Umfragewerte machen die Liberalen im Freistaat die schwarz-gelbe Bundesregierung verantwortlich. Nun will die Bayern-FDP beim Landtagswahlkampf auf Unterstützung aus Berlin verzichten. Spitzenkandidat Martin Zeil setzt stattdessen auf eine Troika aus Landespolitikern.

Die FDP in Bayern hat weitere personelle Weichen für den Landtagswahlkampf 2013 gestellt. Spitzenkandidat Martin Zeil, Wirtschaftsminister in Bayern, will auf Unterstützung durch die Liberalen in Berlin weitgehend verzichten. "Wir werden den Landtagswahlkampf eigenständig führen und auf unser Personal setzen", sagte Zeil im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Zeil setzt auf eine Troika aus Landespolitikern. "Es wird die Aufgabe von mir, von Fraktionschef Thomas Hacker und Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch sein, das landespolitische Profil zu verkörpern", sagte Zeil. "Es gibt ein landespolitisches, liberales Dreigestirn."

Die Rolle von FDP-Landeschefin, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, sieht er in erster Linie darin, an der Seite von FDP-Chef Philipp Rösler den ebenfalls im kommenden Jahr stattfindenden Bundestagswahlkampf zu organisieren.

Die Liberalen in Bayern machen seit Monaten das schlechte Erscheinungsbild der schwarz-gelben Bundesregierung für ihre schwierige Situation verantwortlich. Seit vielen Monaten hat es die FDP im Freistaat in Umfragen nicht mehr über die Fünf-Prozent-Marke geschafft.

Spitzenkandidat Zeil glaubt dennoch an den Wiedereinzug in den Landtag im nächsten Jahr. "Wir werden uns als bayerische Partei, als Anwalt der Bürger für Modernisierung, Innovation und Selbstbestimmung präsentieren", sagte Zeil zu seiner Wahlkampfstrategie. Er strebt eine Fortsetzung der Koalition mit der CSU an.

Das ganze Interview mit Martin Zeil lesen Sie am Montag im Bayernteil der Süddeutschen Zeitung.

© Süddeutsche.de/afis

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