Landshut:Angeklagter schweigt

Ein mutmaßlicher Vergewaltiger hat zum Beginn seines Prozesses vor dem Landgericht Landshut am Dienstag geschwiegen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24-Jährigen Vergewaltigung und versuchten Totschlag vor. Er soll sein Opfer im September auf einer Parkbank niedergeschlagen, vergewaltigt, verprügelt, getreten und beinahe erwürgt haben. Erst als sich die 40-Jährige tot stellte, ließ der Mann von ihr ab. Die Frau flüchtete schwer verletzt durch einen Bach und klingelte bei Anwohnern, die Polizei und Notarzt alarmierten. Der 24-Jährige, der wegen verschiedener Delikte knapp drei Jahre im Gefängnis saß, wirkte im Gerichtssaal angespannt. "Als würden Sie jeden Moment über den Tisch hechten und jemandem an die Gurgel gehen", wie es der Vorsitzende Richter Markus Kring formulierte. Der Gutachter berichtete von Vorgesprächen mit dem Verdächtigen, in denen dieser seine Unschuld beteuerte. Er habe nie etwas Schlechtes gemacht. Für den Prozess sind zunächst zwei weitere Verhandlungstage angesetzt.

© SZ vom 03.05.2017 / dpa
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB