Grafenrheinfeld:Grafenrheinfeld geht erst im Juni vom Netz

Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt wird nicht von dem Betreiber Eon bisher geplant bereits am 31. Mai endgültig abgeschaltet. Das teilte Eon am Montag mit. Das Kraftwerk werde "voraussichtlich bis in die zweite Junihälfte 2015" weiter laufen und erst dann vom Netz genommen. Als Grund nannte der Düsseldorfer Energiekonzern den milden Winter. Dadurch sei noch mehr Kernbrennstoff im Reaktor vorhanden als ursprünglich geplant. Die vorhandenen Brennelemente sollen ausgenutzt werden. Laut Gesetz muss Eon den Atommeiler spätestens am 31. Dezember 2015 abschalten.

Die Entscheidung, die Anlage früher abzuschalten, werde aber aufrechterhalten, hieß es von Seiten des Betreibers. Eon hatte bereits vor einem Jahr die vorzeitige Stilllegung des Atomkraftwerks bekannt gemacht. Als Hauptgrund wurde damals die hohe finanzielle Belastung durch die Kernbrennstoffsteuer angegeben. Der 1275-Megawatt-Reaktor zählt zu den leistungsstärksten in Deutschland, er erzeugt etwa zehn Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr und kann damit eine Stadt wie München etwa eineinhalb Jahre komplett mit Strom versorgen. Damit hat Grafenrheinfeld einen Anteil von 14 Prozent an der Stromerzeugung in Bayern.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB