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Gentests nach Schafrissen:Wolf oder Hund bleibt unklar

Manchmal bringt auch ein Gentest nicht die erhoffte Eindeutigkeit. So jetzt im Fall des Wolfs oder Hundes, der im Grenzgebiet zwischen Traunstein und den Tiroler Orten Kössen und Walchsee herumstreift und schon zehn Schafe gerissen hat. Erste Gentests des Landesamts für Umwelt (LfU) und der Tiroler Behörden haben keine Klarheit gebracht. Nach ihren Ergebnissen kann es sich um einen Wolf oder einen Wolfshund handeln. Die DNA-Sequenz des Angreifers, die an den Kadavern der Schafe festgestellt worden ist, kommt nämlich sowohl bei Wölfen aus Südosteuropa, zum Beispiel aus Slowenien oder Kroatien, als auch bei Hundezüchtungen wie dem Wolfshund vor. Klar ist laut Gentest nur, dass alle Schafe von demselben Angreifer gerissen worden sind. Am LfU und bei den Tiroler Behörden will man sich mit diesem Ergebnis aber nicht zufrieden geben. Mittels eingehenderer Untersuchungen soll die Frage Wolf oder Hund eindeutig geklärt werden. Bis die Ergebnisse vorliegen, können allerdings noch einige Wochen vergehen. Das LfU weist Tierhalter in der Region darauf hin, dass der Freistaat Schutzmaßnahmen für Schafe und andere Nutztiere mit hohen Beträgen fördert.

© SZ vom 14.07.2020 / cws

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