Garmisch-Partenkirchen:Experten sollen der Gemeinde helfen

Klar ist aber auch, dass der Wille der Stifter Günter und Ingeborg Leifheit den Weg vorgibt. Drei Ziele sind es, die verwirklicht werden müssen: Mit dem Geld soll "die Errichtung und Unterstützung von Alten- und Pflegeheimen", "die Förderung der wissenschaftlichen Forschung" mit Bezug auf Altersprobleme sowie auch Einrichtungen unterstützt werden, "die zugunsten alter Leute tätig sind". Sowohl Meierhofer als auch Koch sind sich einig, dass alles getan werden muss, um dem Stifterwillen zu entsprechen. Bereits 2014 schaltete die Gemeinde daher den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband ein. Meierhofer rechnet damit, dass der noch in diesem Jahr eine Stellungnahme darüber abgibt, ob auch das Großprojekt Bildungszentrum dem Stifterwillen entspricht. Wenn ja, dann würden in Garmisch-Partenkirchen Pflegekräfte ausgebildet werden können. Ein Projekt mit Zukunft, denn in Bayern fehlt es dramatisch an Pflegefachkräften - insbesondere im Bereich Altenpflege.

Am Dienstag fand sich auf Anregung von Gemeinderätin Elisabeth Koch eine Expertenrunde zusammen. Mit am Tisch saßen Vertreter des Klinikums Garmisch-Partenkirchen und der Caritas als Fachleute für den Bereich Pflegeausbildung. Sie können sich durchaus die Zusammenarbeit als Träger einer gemeinsamen Ausbildungsstätte vorstellen, wie Peter Lenz, der Geschäftsführer des Garmisch-Partenkirchner Klinikums sagt.

Experten sollen Bedarf klären

Eingeladen waren aber auch die frühere CSU-Landtagsabgeordnete und Hospiz-Expertin Renate Dodell, zudem Lehrstuhlinhaber der TU München in Sachen Gesundheitsmanagement, Vertreter der Rheuma-Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen sowie auch der Amtsrichter Sebastian Kirsch als Wegbereiter des Werdenfelser Wegs, durch den alte Menschen bereits in vielen Fällen die Fixierung am Bett erspart blieb.

Auch Gerhard Hirzinger, ehemals Direktor des Instituts für Robotik und Mechatronik beim Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt kam. Er erforscht derzeit, wie die Robotik Pflegekräfte sinnvoll bei der Arbeit unterstützen kann.

Alles ist noch am Anfang, sagt Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer. "Wir lassen uns hier viel Zeit und lassen alles prüfen, damit wir ja keinen Fehler machen."

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