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Corona-Fall in Werkstatt:Anschuldigungen gegen Lebenshilfe Landshut

Nach dem Vorwurf des angeblichen "Impfdrängelns" gegen die Geschäftsführerin werden neue Anschuldigungen gegen die Lebenshilfe Landshut laut. Es geht um 26 Corona-Infektionen in den Altdorfer Werkstätten, in denen Menschen mit Behinderung arbeiten. Obwohl schon am 3. März bekannt gewesen sein soll, dass es einen Corona-Fall gibt, soll die Arbeit in den Werkstätten noch zwei Tage weitergegangen sein. So erzählte das eine Angehörige der Landshuter Zeitung. So bestätigt es SPD-Stadträtin Anja König der SZ. Königs Bruder arbeitet in der Werkstatt und sei "maßlos enttäuscht, dass so etwas passieren konnte", so König. Einige der Infizierten erlitten einen schweren Verlauf, sagt sie. Das sei "einfach verantwortungslos". Zum einen verstehe sie nicht, warum in den Werkstätten nicht schon früher geimpft worden sei. Gerade Menschen mit Behinderung falle es schwer, sich an Vorschriften zu halten. Laut Landratsamt wurde die Impfung mittlerweile nachgeholt. Zum anderen fordert König, dass "jemand die Verantwortung übernimmt und die Konsequenzen zieht". Die Geschäftsführerin der Lebenshilfe wies die Vorwürfe als "falsch" zurück und verwies auf eine Stellungnahme, die bald abgegeben werde. Der Landshuter Zeitung sagte sie, "dass sämtliche Maßnahmen in Absprache mit dem Gesundheitsamt Landshut getroffen worden sind".

© SZ vom 19.03.2021 / nell
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