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Bayern-Tipp:Dichter und Mediziner beschreiben Herzensleid

Wie schrecklich sich Herzschmerz anfühlt, weiß jeder, der verlassen wurde oder verlassen musste. Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) widmet dem gebrochenen Herzen am kommenden Mittwoch nun einen Abend. Zwei Vorträge werden im Hörsaal des Welzhauses zum Thema "Broken Heart" zu hören sein, aus zwei höchst unterschiedlichen Blickwinkeln: Wolfgang Riedel, bis zuletzt Vizepräsident der JMU und Professor für Neuere Deutsche Literatur und Ideengeschichte, widmet sich dem gebrochenen Herzen in der Dichtung. Diesen "psychogenen Tod" möchte Riedel in Werken Thomas Manns, Johann Wolfgang Goethes und Theodor Fontanes aufzeigen. Den Blick der Medizinerin bringt Christine Angermann, Professorin am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz der Uniklinik Würzburg. Denn was zu Schillers, Goethes und Fontanes Zeiten noch Theorien waren, haben Wissenschaftler mittlerweile "Broken-Heart-Syndrom" genannt: Starker emotionaler Stress kann Symptome eines Herzinfarkts auslösen. Ein Thema von unterschiedlichen Experten besprechen zu lassen, ist das Konzept der Vortragsreihe SCIAS-Forum. Veranstaltet wird diese vom Siebold Collegium for Advanced Studies (SCIAS) und soll unter anderem den Austausch wissenschaftlicher Disziplinen fördern.

"Broken Heart", Mittwoch, 12. Dezember, im Hörsaal des Welzhauses, Klinikstraße 6, Würzburg. Beginn 18 Uhr, Eintritt frei.