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Bamberg:Wahl des Uni-Präsidenten bleibt ergebnislos

Die Suche nach einem neuen Präsidenten für die Otto-Friedrich-Universität Bamberg stockt: Am vergangenen Freitagnachmittag sollten die zehn internen und zehn externen Mitglieder des Universitätsrats einen neuen Präsidenten wählen, aber sie gingen ohne Ergebnis auseinander. Keiner der fünf Präsidentschaftskandidaten konnte eine Mehrheit von sich überzeugen. Drei externe und zwei interne Bewerber standen zur Wahl, darunter zwei Frauen. Denkbar knapp sei es gewesen, sagt Dieter Timmermann, der Vorsitzende des Universitätsrats, am Montag am Telefon. "Das hat uns auch enttäuscht, ist aber jetzt so. Der Rat war gespalten." Trotz intensiver Beratungen habe auch im dritten geheimen Wahlgang, der Stichwahl, keiner der beiden Finalisten die benötigten elf Stimmen bekommen. "Obwohl beide gut waren", betont der Bildungsforscher Timmermann, der bis 2012 Rektor der Universität Bielefeld war. Der Unirat stimmte in der Stichwahl zehn zu neun bei einer ungültigen Stimme. Zur Wahl standen dabei ein Bamberger Kandidat und ein auswärtiger Bewerber. Die Suche nach einem Nachfolger für den Bamberger Unipräsidenten Godehard Ruppert, 66, geht nun also von vorne los. Rupperts Amtszeit endet im September. Er ist seit 20 Jahren Chef der Bamberger Uni und dienstältester Präsident aller deutschen Unis. Die neue Präsidentenwahl muss gemäß der Universitätsordnung im Sommersemester stattfinden.

© SZ vom 14.01.2020 / angu
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