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Awo-Aufträge an Ehemann:SPD-Abgeordnete Aures widerspricht Vorwürfen

Die Kulmbacher Landtagsabgeordnete Inge Aures (SPD) wehrt sich gegen den Verdacht, sie habe als Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (Awo) nicht allein ans Gemeinwohl, sondern auch ans Familieneinkommen gedacht. Laut Frankenpost wird der Abgeordneten von internen Awo-Revisoren vorgeworfen, Architekturaufträge des Awo-Kreisverbandes seien ohne öffentliche Ausschreibung in den vergangenen Jahren stets an denselben Kulmbacher Architekten, ihren Ehemann, vergeben worden. Dies sei nicht mit den Vorschriften zu vereinbaren. Aures hält die Vorwürfe für aus der Luft gegriffen. So erhalte ihr Mann bereits seit 1992 Aufträge der Awo, also lange bevor sie Kreisvorsitzende wurde. Um den Anschein einer Interessenkollision zu vermeiden, sei alles beim übergeordneten Awo-Verband angemeldet worden. Dieser habe die Vorgehensweise abgesegnet. Ihr falle insofern "etwas auf die Füße", um was sie sich "in vorausschauendem Gehorsam" längst gekümmert habe, sagte Aures. Sie habe sich korrekt verhalten. Es gebe überdies eine Honorarordnung für Architekten, die "suggerierten" Vorwürfe träfen auch insofern nicht zu. Aures bewirbt sich als Kulmbacher Stadt-und Kreisrätin bei der Kommunalwahl.

© SZ vom 18.02.2020 / prz

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