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Augsburg:SPD nominiert OB-Kandidat

"Wer", "wie" und "was" sind mit Blick auf die Kommunalwahlen 2020 gerade die entscheidenden Fragen in Augsburg; die drei Parteien aus der Rathauskoalition scheinen als Antwort zumindest auf die erste Frage ebenfalls auf drei W's zu setzen: Die CSU baut als Nachfolgerin für den langjährigen Oberbürgermeister Kurt Gribl auf die Wirtschaftsreferentin Eva Weber. Bei den Grünen ist zwar noch keine Entscheidung gefallen, als Fraktionsvorsitzende geht allerdings Martina Wild als Favoritin ins Rennen. Und am Donnerstagabend hat nun die Augsburger SPD bekannt gegeben, dass sich nach dem Willen des Vorstands Ordnungsreferent Dirk Wurm ums Oberbürgermeisteramt bewerben soll.

Am 19. Juli soll Wurm auf einer Delegiertenversammlung nominiert werden. Mit der Verkündung der Personalie ist die SPD nun der CSU zuvorgekommen, die am Montag Eva Weber offiziell zur Kandidatin bestimmen will. Ebenfalls am Montag starten die Grünen eine Mitgliederbefragung, bevor am 26. Juni die Aufstellungsversammlung folgt. Nach den großen Infrastrukturprojekten der vergangenen Jahre sind sich die Parteien einig, dass die Nähe zum Bürger nun ein wichtiges Wahlkriterium werden könnte. Eva Weber wird auf Teilhabe und Mitsprache setzen, auch um ihr eigenes Profil zu schärfen und sich aus dem Schatten von Vorgänger Gribl zu lösen, der nicht mehr kandidieren will. Wurm kündigte am Donnerstagabend "neue Wege" an, mit der SPD will er einen "partizipativen Wahlkampf" führen, mit Online-Umfragen und Diskussionsrunden mit Bürgern. Die Grünen veranstalten gerade OB-Foren, bei denen sich die drei Kandidaten vorstellen. Deniz Anan gilt als Außenseiter, Melanie Hippke fordert als Vorstandssprecherin des Stadtverbandes Augsburg und Bezirkssprecherin in Schwaben Parteifreundin Martina Wild heraus.