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Architektouren 2015:Allein auf weiter Flur

Ein fahrendes Hotelzimmer, ein Kindergarten für Sternengucker und ein umgebauter Bunker mitten in München: Bei den Architektouren öffnen am Wochenende fast 300 Gebäude in ganz Bayern Türen und Tore für Besucher. Dabei sind ungewöhnliche Einblicke garantiert.

Von Verena Wolff

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Architektouren 2015 - Projekt 164, Wohnhaus aus Holz, Neumarkt i.d.Oberpfalz

Quelle: PETER MARTNER; Erich Spahn

Bereits zum 20. Mal öffnen Bauherren und Eigentümer die Türen und Tore ihrer Gebäude zu den "Architektouren 2015". 284 Projekte (die Übersicht finden Sie hier) aus Bayern können am Wochenende zwischen Unterfranken und Oberbayern besichtigt werden. "Die Architektouren bieten nicht nur spannende Einblicke, wie Gebäude entstehen, sondern auch die einmalige Gelegenheit, mit Architekten als deren Urheber sowie mit Bauherren und Nutzern vor Ort ins Gespräch zu kommen", sagt Lutz Heese, Präsident der Bayerischen Architektenkammer. Neben Neubauten sind auch Umbauten und Sanierungen zu besichtigen, denn Energie und Nachhaltigkeit spielen bei zahlreichen Projekten eine wichtige Rolle.

(Im Bild das Projekt 164, Holzhaus in Neumarkt in der Oberpfalz)

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Projekt 2:Neues Eingangsgebäude Botanischer Garten München, München-Nymphenburg

Architektouren 2015 - Projekt 2, Neues Eingangsgebäude Botanischer Garten München, München-Nymphenburg

Quelle: Jann Averwerser ; Jann Averwerser

Mehr als 350 000 Besucher, 21,20 Hektar Fläche, 16 000 Pflanzenarten: Der Botanische Garten in München-Nymphenburg gehört zu den bedeutendsten der Welt. Zum 100-jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr wurde das neue Eingangsgebäude an der Menzinger Straße eröffnet. Im Erdgeschoss des weitgehend verglasten Pavillons finden sich der Ticketverkauf, die Infothek und der Museumsshop. Der Entwurf des Architekturbüros kunze seeholzer sieht ein modernes, lichtdurchflutetes und klar proportioniertes Gebäude vor, das sich mit Rücksicht auf den Bestand in Höhe, Maßstäblichkeit und Materialität behutsam und zugleich selbstbewusst in das historische Ensemble einfügt. Die Glasscheiben sind mit Motiven aus dem Botanischen Garten bedruckt, die im Innenraum ein je nach Lichteinfall wechselndes Schattenspiel erzeugen. Die einladende Gebäudehülle zieht den Besucher ins Innere, die teils weit auskragenden Vordächer definieren die wettergeschützten Zugangsbereiche.

Besichtigung: Menzinger Straße 65, 80638 München, Sa. 27. Juni 2015, 10 Uhr.

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Projekt 10:Hochbunker - Licht ins Dunkel, München-Schwabing

Architektouren 2015 - Projekt 10, Hochbunker - Licht ins Dunkel,
München-Schwabing

Quelle: hiepler, brunier für Euroboden GmbH

Geschichtsbewusste Transformation: Der siebengeschossige Hochbunker in Schwabing wurde im zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Die in die zwei Meter dicken Außenwände eingeschnittenen, großen Fenster schaffen eine neue Raumebene "in der Wand". Dabei folgen die Einschnitte einer festen Regel: "Eine Öffnung pro Geschoss und Himmelsrichtung", sagt Architektin Fränzi Essler von den raumstation Architekten. Die geschichtliche Bedeutung wird nicht geleugnet sondern thematisiert. So, wie die "Fenster der Gegenwart" asymmetrisch in die Fassade eingeschnitten werden, sind es im Inneren "Fenster in die Vergangenheit", in denen die alten Oberflächen sichtbar bleiben.

Besichtigung: Ungererstraße 158, 80805 München, Sa. 27. Juni 2015, 9-11 Uhr, So. 28. Juni 2015, 10-12 Uhr. Besichtigung ausschließlich nach vorheriger Anmeldung unter kontakt@euroboden.de.

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Projekt 59:Friseursalon Franciscki, Altötting

Architektouren 2015 - Projekt 59, Friseursalon Franciscki, Altötting

Quelle: Antje Hanebeck

Fast jeder Altöttinger kennt noch den legendären Plattenladen "Coppenrath". Doch mit den Schallplatten verschwand auch der Laden - und die Räume verfielen langsam. Schließlich beschloss Friseurmeisterin Ulrike Franciscki, ihren neuen Salon dort zu eröffnen. Mit Hilfe von studio lot entstand eine lässige, witzige Haarwerkstatt. Maximal vier Kunden sitzen um eine lange Werkbank und können über das große Schaufenster aus den sechziger Jahren das Geschehen auf der Neuöttinger Straße beobachten. Auf dem alten Eichenparkett, das freigelegt und restauriert wurde, steht der schlichte Verkausftresen aus Seekiefer, dahinter befinden sich in stählernen Werkstattregalen die Haarpflegeprodukte. Und noch ein Relikt ist erhalten geblieben: An der Eingangstür prangt in goldenen Lettern nach wie vor der Schriftzug "A. Coppenrath | Musikalien - Schallplatten".

Besichtigung: Neuöttinger Straße 32, 84503 Altötting, Sa. 27.Juni 2015, 16-17 Uhr.

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Projekt 101:IZB Residence Campus at home-Hotel, Planegg-Martinsried

Architektouren 2015 - Projekt 101, IZB Residence CAMPUS AT HOME - Hotel, Planegg - OT Martinsried

Quelle: Anton Schedlbauer; Anton Schedlbauer

Hotel-Prototyp und Wahrzeichen: Die "IZB Residence - Campus at home" am Biotechnologiestandort Martinsried und Planegg ist unverwechselbar, der signifikante Mittelpunkt des Wissenschaftscampus und das Kommunikationszentrum des gesamten Areals. Die Fachleute des Büros Stark Architekten haben sich bei dem organischen Grundriss von biologischen Zellformen inspirieren lassen. Für die Fassade des achtgeschossigen Gebäudes wählten sie eine weiße Aluminiumhaut. Die zurückhaltende Farbgestaltung im Inneren in verschiedenen Grau-, Weiß- und Schwarztönen, so die Architekten, strahle Eleganz und Ruhe aus - vom Untergeschoß mit dunklen warmen Grautönen aufsteigend zum strahlend weißen Faculty Club im obersten Stockwerk.

Besichtigung: Am Klopferspitz 21, 82152 Planegg-Martinsried, Sa. 27. Juni 2015, 13 Uhr und 15 Uhr.

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Projekt 107:Kinderhaus des Montessori Vereins e.V., Erding

Architektouren 2015 - Projekt 107, Kinderhaus des Montessori Vereins e.V., Erding

Quelle: Jacob Kanzleiter; Jacob Kanzleiter

Kinder sollen spielen können. Das war der Hauptgedanke der Architekten aus der ArchitekturWerkstatt Vallentin für das Montessori Kinderhaus in Erding. In einer sehr beengten städtebaulichen Situation sollen die Kinder Platz haben - daher ist auch das begrünte Dach begehbar und bespielbar. Damit man leichter auf das sanft ansteigende Dach gelangen kann, wurde das Gebäude um ein halbes Geschoss im Erdboden versenkt. Dadurch bildet sich auf der Südseite ein geschützter Hof, der gleichzeitig den Eingang bildet. Auf der Südseite ist dem Gebäude ein Balkon vorgelagert und bildet eine Erweiterung der Gruppenräume. Sie dient als geschützte, zusätzliche Spielfläche. Im Inneren bilden die Flure fließende räumliche Bereiche, die als Spielbereiche genutzt werden. Die Architektursprache arbeitet mit schrägen Strukturen in Grund- und Aufriss und schafft damit gleichzeitig Bereiche, die sich öffnen und Bereiche, die geschützt sind. Und: Das Gebäude ist ein zertifiziertes Passivhaus.

Besichtigung: Brachvogelweg 10, 85435 Erding, Sa. 27. Juni 2015, 14-16 Uhr.

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Projekt 109:Gemeindezentrum der freien evangelischen Gemeinde mit Kita, Ottobrunn

Architektouren 2015 - Projekt 109, Gemeindezentrum der freien ev. Gemeinde mit KiTa, Ottobrunn

Quelle: Thomas Weinberger

Der Neubau des kirchlichen Gemeindezentrums mit angegliederter Kindertagesstätte ist ein in Holzbauweise errichtetes langgestrecktes Gebäude mit asymmetrischem Satteldach. Einschnitte an den Längsseiten schaffen Raum für einen Vorplatz zur Straßenseite hin und für einen zur Gartenseite liegenden geschützten Außenbereich, der von der Kindertagesstätte genutzt wird. Dach und Fassade aus dem gleichen Material lassen den Eindruck eines monolithischen Holzkörpers entstehen. Das Foyer, so haben es die Architekten aus dem Büro Allmann Sattler Wappner angelegt, separiert den Kirchenraum und das Gemeindezentrum im westlichen Teil von der Kindertagesstätte im östlichen Teil des Gebäudes. Der Hauptzugang zum Gebäude befindet sich für alle Bereiche zentral im Foyer.

Besichtigung: Bahnhofstraße 2-4, 85521 Ottobrunn, So. 28. Juni 2015, 15-16.30 Uhr.

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Projekt 118:Parkgarage Bürg, Vilshofen an der Donau

Architektouren 2015 - Projekt 118 Parkgarage Bürg, Vilshofen a.d. Donau

Quelle: unknown; Christian Weiß

Das neue Parkhaus, das auf drei Ebenen insgesamt 180 Stellplätze bietet, liegt direkt im historischen Stadtzentrum von Vilshofen an der Donau. Es befindet sich auf dem Gelände ehemaliger, zuletzt ungenutzter Brauereigebäude unmittelbar neben der mittelalterlichen Stadtmauer. Der Verkehr rollt über die Bürg in das Parkhaus - und weil das Gelände ansteigt, hat jede der drei Ebenen eine eigene Ein- und Ausfahrt. Damit konnte Architekt Helmut Witzlinger auf flächenintensive Rampen im Inneren des Parkhauses verzichten. Aus allen Richtungen können Autofahrer nun barrierefrei in alle Parkebenen kommen - und auch wieder heraus.

Besichtigung: Bürg, 94474 Vilshofen a.d. Donau, Sa. 27. Juni 2015, 9-12 Uhr.

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Projekt 128:Sanierung eines "Taglöhnerhauses", Moos-Langenisarhofen

Architektouren 2015 - Projekt 128, Sanierung eines "Taglöhnerhauses", Moos - OT Langenisarhofen

Quelle: Norbert Paukner

Ein Wohnstallhaus, erdgeschossiger hakenförmiger Blockbau mit Satteldach, Giebelschrot und westlich abgewalmtem Stallteil über gemauertem Sockel, 17. Jahrhundert. So ist das Taglöhnerhaus im Denkmal-Atlas beschrieben. "Ursprünglich hatte das Gebäude ein Strohdach, zwischenzeitlich waren Eternitplatten aufgebracht worden", sagt Architekt Norbert Paukner. Mit der neuen Schilfrohrdeckung kommt das Gebäude seinem ursprünglichen Zustand wieder näher - und ist zudem das einzige historische Gebäude mit Reetdach in Niederbayern und das einzige Wohnhaus dieser Art in Bayern. Auch die Innenflächen der Außenwände wurden mit Schilf gedämmt und anschließend mit Lehm verputzt, alle Innenwände ebenfalls saniert und mit Lehm verputzt. Soweit möglich wurden historische Baustoffe verwendet.

Besichtigung: Kirchenweg 2, 94554 Moos-Langenisarhofen, Sa. 27. Juni 2015, 11 Uhr und 13 Uhr.

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Projekt 140:HYT - mobiles Scheunenhäuschen, Bernried

Architektouren 2015 - Projekt 140, HYT - mobiles Scheunenhäuschen, Bernried

Quelle: Johannes Nagl

Ein mobiles Hotelzimmer mitten auf der grünen Wiese, am Teich oder neben dem Wildgehege des Wildberghofs Buchet in Bernried bei Deggendorf. Ein Tourismuskonzept im Sinne der Entschleunigung. Das war die Idee, aus der das Scheunenhäuschen auf Rädern, HYT genannt, geboren wurde. Das Architekturbüro hausfreunde legte besonderes Augenmerk darauf, dass mit der überschaubaren Grundfläche von 2,5 x 6 Metern noch für den Straßenverkehr zugelassen ist und im Innenraum dennoch so abwechslungsreiche Bereiche bietet, dass die Größe gar nicht auffällt. Und: Es ist alles da. Ein Koch- Essbereich mit Holzofen und ausziehbarem Tisch, eine Nasszelle mit WC und Waschbecken und ein Schlafraum mit bis zu vier Schlafplätzen.

Besichtigung: Buchet 2, 94505 Bernried, Sa. 27. Juni 2015, 11-12 Uhr, So. 28. Juni 2015, 11-12 Uhr.

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Projekt 145:Neubau einer Zweifach Sporthalle, Essenbach

Neubau einer Mehrfachturnhalle in Essenbach; Architektouren 2015 - Projekt 145, Neubau einer Zweifach Sporthalle,
Essenbach

Quelle: Rolf Sturm

Der Neubau der Doppelturnhalle Essenbach direkt am Ortseingang wurde, um die Maßstäblichkeit der Umgebung aufzunehmen, um rund 3,50 Meter eingegraben. Der komplette Baukörper mit flach geneigten Satteldach und senkrechten Lärchenholzfassade gliedert sich in einen zweigeschossigen Funktionsbereich und einen Hallenteil, mit 44 x 22 x 7 Metern. Ziel war nach Auskunft der Feigel-Huber-Dumps Architekten ein funktionaler, wirtschaftlicher Neubau mit freundlicher, heller Gestaltung unter Verwendung von wenigen, natürlichen Materialien.

Besichtigung: Savigneuxplatz 2, 84051 Essenbach, So. 28. Juni 2015, 11 Uhr und 14 Uhr.

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Projekt 164:Wohnhaus aus Holz, Neumarkt in der Oberpfalz

Architektouren 2015 - Projekt 164, Wohnhaus aus Holz, Neumarkt i.d.Oberpfalz

Quelle: Erich Spahn

Hofhaus als Holzskulptur mit ökologischen Baustoffen: Das Gebäude gliedert sich in ein Wohnhaus mit Wohn- Koch- Essbereich mit Feuerstelle, und in ein Schlafhaus mit Elternschlafzimmer, Kinderzimmer, Bäder und Hauswirtschaftsraum. Ein flacher Zwischenbaukörper verbindet zwei Häuser und stellt den großzügigen Eingangsbereich dar. Die Konstellation der Gebäude bildet nach den Worten von Architekt Michael Kühnlein zwei Höfe: Den Eingangshof als halb privaten Vorhof und den intimeren Terrassenhof, der sich in die weite Landschaft der Jurahochebene orientiert. Das Gebäude wird mit einer Erdwärmepumpe beheizt.

Besichtigung: Prof.-Ott-Straße 14, 92318 Neumarkt i.d.OPf., Sa. 27. Juni 2015, 14 Uhr. Besichtigung nur mit Voranmeldung unter 08462-94130 oder mail@kuehnlein-architektur.de.

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Projekt 201:Errichtung eines Bürogebäudes, Ansbach

Architektouren 2015 - Projekt 201, Technologiepark Ansbach

Quelle: Stefan Hirsch

Sechs Etagen, 1200 Quadratmeter Fläche - ein Traumhaus neu interpretiert, nennt Architekt Stefan Hirsch sein Projekt. "Es ist mit Freunden gebaut, das Lieblingscafé ist im Erdgeschoss." Vor allem aber ist es ein Bürogebäude im Technologiepark in Ansbach. Es bietet Platz für Unternehmen aus verschieden Branchen, vom Graphikdesigner über die Zahnarztpraxis bis hin zum Konstruktionsbüro im Kunststoffbereich finden sich hier unterschiedliche Akteure. Die Bauweise aus vorgefertigten Betonfertigteilen in Sichtbetonqualität ermöglicht einen zügigen und rationalisierten Bauablauf. Stützenfreie Grundrisse erlauben eine individuelle Unterteilbarkeit der Geschosse nach Vorgabe der Nutzer.

Besichtigung: Technologiepark 4, 91522 Ansbach, Sa. 27. Juni 2015, 14 UND 16 Uhr. Treffpunkt: Eingang CAFÉ Green & Bean.

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Projekt 204:KiTa Sternschnuppe, Zirndorf

Architektouren 2015 - Projekt 204, KiTa Sternschnuppe, Zirndorf

Quelle: Wolfram Reuter

Vereint unter einem gemeinsamen Dach bietet das neue Spielhaus Platz für je drei Krippen- und Kindergartengruppen. Als neuer Mittelpunkt im Wohngebiet zeigt sich das Gebäude mit seiner leichten hölzernen Hülle als eigenständiger Baukörper und fügt sich städtebaulich in die bestehende Struktur ein, wie Architekt Peter Dürschinger. Der Name "Sternschnuppe" wurde vom ehemaligen Kindergarten übernommen und gestalterisch neu interpretiert: So öffnet sich das asymmetrische Satteldach durch große "Sterngucker-Fenster" zum Himmel, wodurch Tageslicht bis ins Gebäudeinnere des Erdgeschosses transportiert wird.

Besichtigung: Geisleithenstraße 40, 90513 Zirndorf, So. 28. Juni 2015, 10-12 Uhr.

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Projekt 211:Zentrum "Lebendiges Litzendorf", Litzendorf

Architektouren 2015 - Projekt 211, Zentrum "Lebendiges Litzendorf", Litzendorf/Oberfranken

Quelle: RALF DIETER BISCHOFF; Ralf Dieter Bischoff

Der neu entstehende Bürgerplatz wird ein Ensemble aus dem umgebauten Bauernhaus als Bürgerhaus und dem Neubau der Bibliothek als Gelenk zwischen Stadt- und Grünraum. So hat das Büro H2M Architekten + Stadtplaner das Zentrum in Litzendorf geplant. Dabei soll der Bürgerplatz öffentlich belegt, der Ellernbach als Erlebnisraum zugänglich gemacht und somit zu einem Teil der neuen Platzfolge zur grünen Mitte hin werden.

Besichtigung: Am Wehr 6, 96123 Litzendorf, Sa. 27. Juni 2015, 9-11 Uhr.

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Projekt 232:Neuapostolische Kirche, Bamberg

Architektouren 2015 - Projekt 232, Neuapostolische Kirche, Bamberg

Quelle: U. Manz

Für den Neubau der Neuapostolischen Kirche in Bamberg wollte Architekt Ulrich Manz in der heterogen Stadtstruktur ein Zentrum für ein kirchlich-religiöses Leben der Neuapostolischen Gemeinde mit entsprechender Würde und Prägung schaffen. Die architektonische Idee des Entwurfes ist es, ein Gebäude um einen Innenhof zu entwickeln, wo sich Kirchensaal, Foyer und Nebenräume wie selbstverständlich versammeln. Ein introvertierter Raum, der in ständiger Verbindung mit Kirchplatz und Kirchgarten steht. Er bietet Schutz für das religiöse Miteinander und grenzt sich von dem Alltäglichen der Umgebung ab. Schmale Lichtöffnungen im Inneren, die kaum wahrnehmbar sind, erzeugen je nach Sonnenstand eine besondere sakrale Stimmung. Die Atmosphäre im Innenraum entsteht aus einem Wechselspiel aus einfachen Materialen: Eichenholz, Natursteinboden und verputzte Wände.

Besichtigung: Mannlehenweg 6, 96050 Bamberg, Sa. 27. Juni 2015, 14 -15 Uhr.

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Projekt 249:Massivholzhaus an der Stadtmauer, Würzburg

Wohnhaus Happel, Wuerzburg, Claus Arnold Architekten BDA, Wuerzburg; Architektouren 2015 - Projekt 249, Massivholzhaus an der Stadtmauer, Würzburg

Quelle: Foto: Prof. Dieter Leistner, Wü

"Ein Grundstück an der Würzburger Stadtmauer wurde aus dem Dornröschenschlaf erweckt", sagt Architekt Claus Arnold. Das Massivholzhaus und die Stadtmauer kommunizieren miteinander, bilden einen ruhigen Rahmen für den Garten. Auf den einfachen, schlanken Baukörper wurde ein geneigtes Ziegeldach aufgesetzt. Die Grenzwände bestehen aus massivem Mauerwerk, die restliche Konstruktion aus Massivholzelementen. "Der Rohbau ist quasi das Endprodukt." Das Obergeschoss wird als großer "Allraum" genutzt, die so genannten Individualräume sind im Erdgeschoss untergebracht.

Besichtigung: Klingenstraße 48, 97048 Würzburg, Sa. 27. Juni 2015, 14-16 Uhr.

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Projekt 251:Um- und Anbau Wohnhaus Wukowojac, Mellrichstadt

Architektouren 2015 - Projekt 251 Um- und Anbau Wohnhaus Wukowojac, Mellrichstadt

Quelle: Thomas Bauer; Thomas Bauer

Der Altbau aus dem Jahr 1947 steht in einer Reihe mehrerer Satteldachhäuser. Allerdings: "In seiner Grundfläche war das Haus für eine Familie mit zwei Kindern nach heutigen Maßstäben nicht geräumig genug", sagt Architekt Dominik Wukowojac. Darum wurde es durch einen Anbau ergänzt, der sich mäanderförmig um den Bestand herumlegt. Durch die offene Grundrissgestaltung wurde trotz der klassischen Flächengrößen ein großzügiges Raumerlebnis geschaffen.

Besichtigung: Stockheimer Straße 21, 97638 Mellrichstadt, Sa. 27. Juni 2015, 14-17 Uhr, So. 28. Juni 2015, 14-17 Uhr.

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Projekt 262:Sanierung und Umbau eines 250 Jahre alten Bauernhauses, Immenstadt im Allgäu

Architektouren 2015 - Projekt 62, Sanierung und Umbau eines 250 Jahre alten Bauernhauses, Immenstadt i. Allgäu

Quelle: Rainer Retzlaff Photographie; Rainer Retzlaff

Der schlechte Bauzustand des rund 250 Jahre alten Bauernhauses in Immenstadt machten eine grundlegende Sanierung des Hauses notwendig, sagt Architekt Peter Tausch. Dabei sollten die charakteristischen Besonderheiten ohne Abstriche für den zeitgemäßen Komfort wieder gewonnen werden. Außen modern und innen gemütlich - dort kommen sowohl die alten Holzbalken zum Vorschein als auch moderne Architektur mit dem Material.

Besichtigung: Freundpolz 3, 87509 Immenstadt i. Allgäu, Sa. 27. Juni 2015, 14-17 Uhr.

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Projekt 273:Erweiterungsneubau Stiftungskrankenhaus, Nördlingen

Architektouren 2015 - Projekt 273, Erweiterungsneubau Stiftungskrankenhaus, Nördlingen

Quelle: Nikolaus Meissler

Der Neubau der Intensivpflege am Stiftungskrankenhaus Nördlingen schließt im ersten Obergeschoß an die OP-Ebene an, überdacht großzügig den Eingangsbereich und schwebt über dem natürlichen Geländeverlauf. Der klare weiße Baukörper wächst aus dem Hang und zeigt erst im Verlauf seine volle Höhe mit drei Geschossen. Die gestuften Fensterbänder schaffen in den Haupträumen den größtmöglichen Bezug nach draußen und holen die umliegende Landschaft in das Gebäude, so die planenden Meissler Architekten. Der Verbindungssteg schließt den Neubau gestalterisch dezent an die Haupterschließungsebene des Krankenhauses an, mit dem es eine gestalterische Einheit bildet.

Besichtigung: Stoffelsberg 4, 86720 Nördlingen, Sa. 27. Juni 2015, 15 Uhr.

© SZ.de/bica
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