Nach Angriffen am Bahnhof Ein Tatverdächtiger von Amberg steht vor Abschiebung

Der 18-jährige Afghane sitzt wie die drei mutmaßlichen Mittäter in Untersuchungshaft. Vorbereitende Maßnahmen seien bereits eingeleitet worden, heißt es von der Regierung der Oberpfalz.

Nach der Prügelattacke von Amberg bereitet die Regierung der Oberpfalz die Abschiebung eines der vier Tatverdächtigen vor. Der 18-jährige Afghane sei vollziehbar ausreisepflichtig, vorbereitende Maßnahmen zur Abschiebung seien bereits eingeleitet worden, teilte die Behörde mit.

Der Asylantrag des Flüchtlings war laut Regierung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) abgelehnt worden, eine Klage dagegen vor den Verwaltungsgerichten gescheitert.

Der 18-Jährige ist einer von vier Tatverdächtigen aus Afghanistan und dem Iran, die am letzten Dezemberwochenende im oberpfälzischen Amberg offenbar wahllos zwölf Passanten attackiert haben sollen. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Alle vier sitzen noch in Untersuchungshaft. Einer von ihnen ist bereits seit Februar 2018 ausreisepflichtig, eine Abschiebung ist dem bayerischen Innenministerium zufolge zurzeit aber nicht möglich.

Die Tatverdächtigen sind nach ersten Erkenntnissen zwischen 17 und 19 Jahre alt und sollen zur Tatzeit betrunken gewesen sein. Die Ermittlungen dauern laut Staatsanwaltschaft noch an.

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