Weltspiegel (28): VW Polo Vivo Kapstadt-Käfer reloaded

Der legendäre Citi-Golf ist Geschichte, VW präsentiert den Nachfolger: Der Polo Vivo soll den Uralt-Golf als günstiges Einsteigerauto ersetzen. Gleichzeitig will Volkswagen Südafrika als Exportland stärken.

Von Sebastian Viehmann

Die Redaktion von sueddeutsche.de sieht sich um - im "Weltspiegel": Welche Autos fahren die anderen? Wie reagieren andere Länder und Hersteller auf den Klimawandel und die Krise? Wer steigt auf alternativ angetriebene Fahrzeuge um?

In Südafrika lebt der Golf scheinbar ewig. Noch immer rollen tausende Citi Golf am Kap, basierend auf dem Ur-Golf der ersten Generation und nach wie vor enorm populär. So schnell wird die Kult-Kante von den Straßen nicht verschwinden, doch gebaut wird er nicht mehr: Mit einer Schlussedition von 1000 Sondermodellen hat VW die unendliche Geschichte im Januar nach einem Vierteljahrhundert schließlich doch noch beendet. Insgesamt wurden 377.484 Citi-Golfs gebaut. Das Modell war 1984 auf den Markt gekommen und wurde über all die Jahre als günstiges Einstiegsmodell parallel zu den folgenden Golf-Generation angeboten.

Nun übernimmt der Polo Vivo den Staffelstab. Mit dem Wagen wolle man "erschwingliche und erreichbare Mobilitätauf dem südafrikanischen Markt sicherstellen", heißt es in einer Pressemitteilung des VW-Konzerns. Der Wagen rollt im Werk Uitenhage vom Band und besteht laut VW zu 70 Prozent aus Teilen lokaler Zulieferer.

Das Auto basiert auf dem Vorgänger des aktuellen Polo. Es wird als Zwei- und Viertürer sowie als Fließheck und Stufenheck angeboten. Optisch wurde der Wagen durch einen schwarzen, direkt mit den Scheinwerfern verbundenen Kühlergrill näher an das aktuelle VW-Design gebracht.