Verkehrssicherheit:Klappe zu

Vollmond über Landstraße

Mit dem Motorrad unterwegs: Fachleute raten, stets das Visier geschlossen zu halten.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Motorradfahrer sollten ihre Visiere bei der Fahrt geschlossen halten. Andernfalls drohen Verletzungen an den Augen - auch bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Motorrad- und Rollerfahrer sollten das Visier ihres Helms während der Fahrt geschlossen halten. Das rät das Institut für Zweiradsicherheit (ifz) in Köln. Insekten und aufgewirbelte Steinchen könnten sonst auch bei geringen Geschwindigkeiten zu gefährlichen Projektilen werden. Nach Angaben des Instituts sind beispielsweise Bienen mit einer Geschwindigkeit von 13 Kilometern pro Stunde unterwegs, eine Pferdebremse sogar mit 40 km/h. Darum kann es bei Zweiradfahrerinnen und -fahrern schon bei einer Geschwindigkeit von nur 30km/h zu schmerzhaften Einschlägen kommen.

Das ifz empfiehlt daher, das Visier so weit geschlossen zu halten, dass Fremdkörpereinschläge verhindert werden. Wer einen Jet- oder Crosshelm trägt, sollte nicht auf die passende Brille verzichten. Nach derselben Logik sollten auch Radfahrer - jedenfalls jene, die 30km/h und schneller fahren - stets eine Brille tragen, sagt Andrea Lietz-Partzsch vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands. Denn sollte ein Fremdkörper ins Auge geraten, schließe man reflexartig die Augen. Zum einen sehe man dann kurzfristig nichts, zum anderen bestehe die Gefahr, dass man den Lenker ruckartig verzerre. Auf dem Fahrrad sei das zumindest gefährlich, auf dem Motorrad lebensgefährlich, betont die Augenärztin. "Zudem sterben Insekten, die ins Auge geraten, dann häufig und sondern dabei Sekrete ab, die giftig sein können. Das kann zu Entzündungen im Auge führen", so die Medizinerin.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB