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Verkehrsopfer:Einige Staaten schafften die Vorgabe

Ein Grund dafür ist auch das Wachstum der EU. Zum Zeitpunkt der Zielsetzung 2001 bezog sich die Ausgangszahl von 40.322 Getöteten auf 15 EU-Staaten. Doch nun besteht die Europäische Union aus 27 Mitgliedern mit mehr als 490 Millionen Einwohnern. Bezogen auf die aktuellen Länder muss man also von 54.363 Toten ausgehen. Das heißt, Ende 2010 dürften damit nicht mehr als 27.200 Menschen bei Verkehrsunfällen in der EU gestorben sein. Selbst bei wohlwollendster Prognose ist das unmöglich.

Doch nicht in allen Staaten ist die Situation gleich schlecht, einige werden die Vorgabe erreichen. So konnte Luxemburg zwischen 2001 und 2008 die Zahl der Opfer um 49 Prozent senken. Und auch Frankreich (minus 48 Prozent) sowie Portugal (minus 47 Prozent) verzeichnen einen eindrucksvollen Rückgang, wie der aktuelle PIN-Report 2010 des ETSC belegt. Deutschland liegt mit einer Reduzierung um 36 Prozent im gleichen Zeitraum auf Platz sieben der EU-Rangliste.

In manchen Staaten gab's sogar mehr Verkehrstote

Am schlechtesten schneiden die beiden jüngsten EU-Mitglieder Rumänien und Bulgarien ab. Dort liegt die Zahl der Verkehrstoten sogar noch höher als 2001. Der Road Safety Performance Index (PIN-Report) stellt die Entwicklung der Zahl der Verkehrstoten in den einzelnen europäischen Ländern dar und vergleicht sie für die Jahre 2001 bis 2008. Darunter sind auch drei Staaten, die nicht der EU angehören: Norwegen, die Schweiz, Israel.