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Tesla: Rekordreichweite:Unbekannter Faktor: die Lebensdauer der Akkus

Tesla selbst gibt die Reichweite seines elektrisierenden Zweisitzers mit etwa 320 Kilometern pro Batterieladung an. Daran haben auch die lautesten Bedenkenträger der Elektromobilität nicht mehr viel auszusetzen. Was schwerer wiegt, ist die lange Ladepause, die der flotte Roadster für eine frische Ladung seiner 450 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Batterie einlegen muss. An einer normalen Steckdose saugt der Sportwagen bis zu 16 Stunden, um sein Vorratspäckchen zu füllen. An einem Starkstrom-Anschluss reduziert sich die Prozedur zwar auf 3,5 Stunden - aber für alle, die mal eben schnell für ein Wochenende von München in die Toskana brausen wollen, ist auch dieser Tankstopp noch reichlich lang.

Skeptiker befürchten zudem, das Batteriepaket könnte schneller altern als das Auto selbst. Auch die Lithium-Ionen-Akkus von Handys versagen schließlich nach einer gewissen Zeit den Dienst. Der kalifornische Hersteller, der seine 118.000 Euro teuren Sportwagen per Internet an die Kundschaft bringt, garantiert allerdings eine mindestens 80-prozentige Batterieleistung über eine Laufleistung von 160.000 Kilometern - oder sieben Jahre lang. Die Tesla-Entwickler wissen, dass es Hitze und Kälte sind, die der Lithium-Ionen-Batterie vor der Zeit den Garaus machen. Deshalb wird der Akku-Block ihres abgasfreien Traumautos permanent von wohl temperierter Flüssigkeit umspült. Was das bringt, wird sich mit der Zeit zeigen: Die ersten Serienexemplare aus der Avantgarde-Schmiede sind ja noch nicht einmal zwei Jahre auf den Straßen.

© sueddeutsche.de/Pressinform/gf
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