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"Solar Impulse" gelandet:Mission erfüllt

Bertrand Piccards Solarflugzeug hat unter Beweis gestellt, dass es auch in der Nacht fliegen kann. Die "Solar Impulse" war sogar länger unterwegs als geplant.

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Solarflugzeug zum ersten Nachtflug abgehoben

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Bertrand Piccards Solarflugzeug hat unter Beweis gestellt, dass es auch in der Nacht fliegen kann. Die Solar Impulse war sogar länger unterwegs als geplant.

Clear to take off: Pilot André Borschberg gibt das Zeichen, das er bereit ist zum ersten Nachtflug mit der Solar Impulse. Gleich hebt er von Flughafen Payerne im schweizerischen Kanton Waadt ab zum Flug in die ...

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... Dämmerung. Die Mission soll zeigen, dass Sonnenenergie und das vom Schweizer Bertrand Piccard entwickelte Flugzeug zu mehr taugen als nur zu Schönwetterflügen am helllichten Tag.

Solarflugzeug beim ersten Nachtflug

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Die Solar Impulse hat mit 61 Metern fast die Spannweite einer Boeing 747, wiegt aber nur so viel wie ein Kleinwagen. Der Strom aus knapp 12.000 Solarzellen wird in Lithiumakkus gespeichert und treibt vier Elektromotoren an.

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Die Solar Impulse stieg auf etwa 8500 Meter Höhe. Dort blieb sie bis zum Sonnenuntergang und lud die Batterien auf. So mit Sonne im Tank versehen flog sie die Nacht über in einer Höhe von 1500 Metern über der Schweiz und Frankreich weiter.

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Um neun Uhr morgens Uhr landete die Solar Impulse unter dem Jubel des Piloten und der Missionskontrolle wieder sicher auf dem Flugplatz der Schweizer Gemeinde Payerne.

26 Stunden dauerte der Flug durch die Nacht - damit war das Solarflugzeug sogar eine Stunde länger in der Luft als ursprünglich geplant. Zuvor waren dieses Jahr zwei kleinere Tests mit dem Flieger geglückt.

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Ihren Jungfernflug hatte die Solar Impulse bereits Anfang April. Auch der nun erfolgte Flug durch die Nacht soll letztlich nur eine Zwischen-Etappe sein. Piccard hatte zuvor angekündigt, falls der erste 24-Stunden-Flug glücke, wolle er eine Atlantiküberquerung wagen. Dazu müsste aber ein zweiter, noch leichterer Prototyp einer Solarmaschine verwendet werden, was neue Gefahren berge. In zwei Jahren soll der Flieger so weit entwickelt sein, dass er in fünf Etappen die Welt umrunden kann.

Piccard stammt aus einer berühmten Abenteurerfamilie. 1999 nahm er als Kopilot bei der ersten Nonstop-Weltumrundung mit einem Ballon teil. Sein Vater Jacques tauchte tiefer als je ein Mensch zuvor, und sein Großvater Auguste war der erste Mensch, der mit einem Ballon in die Stratosphäre flog.

© sueddeutsche.de/sl/gf
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