Oldtimerfund in FrankreichAuferstanden aus Ruinen

Ein Automuseum, das war der Traum des Unternehmers Baillon. Doch als seine Firma pleiteging, gerieten auch die Oldtimer im Millionenwert in Vergessenheit. 100 von ihnen wurden jetzt wiederentdeckt. Ein Jahrhundertfund.

Von Felix Reek

Genau so muss sich wohl Howard Carter 1922 gefühlt haben, als er zum ersten Mal die Grabkammer von Tutanchamun betrat. So beschreibt Pierre Novikoff der englischen Zeitung The Telegraph seine Gefühle, als er in Erichon in Westfrankreich auf die vergessenen Oldtimer stößt. Aneinandergereiht im Freien oder einfach unter ein paar Büchern und Zeitschriften in der Garage begraben, stehen sie da, seit mehr als 40 Jahren. Novikoff ist der Autospezialist des französischen Auktionshauses Artcurial. Zusammen mit seinem Kollegen Matthieu Lamoure machte er vor etwa drei Monaten diesen Jahrhundertfund.

Zu den wertvollsten Stücken gehört ein Maserati A6G 2000 Berlinetta mit einer Karosserie von Frua (rechts), Baujahr 1956, von dem es weltweit nur vier Exemplare gibt. Er könnte bei einer Auktion um die 1,2 Millionen Euro bringen. Ein Ferrari 250 GT California SWB (links), der sich unter anderem im Besitz von Alain Delon befand, wird auf 9 bis 12 Millionen Euro geschätzt.

Bild: dpa 11. Dezember 2014, 16:232014-12-11 16:23:59 © Süddeutsche.de/ihe