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Nissans Elektroautos:Nissan will alle Skeptiker widerlegen

2011 will Nissan sein erstes in Großserie geplantes Elektroauto auf die europäischen Märkte bringen. Bis dahin, das wissen die E-Projektler nur zu gut, muss noch eine Menge Image-Arbeit geleistet werden. Vor allem gilt es, den Skeptikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem man ihre stärksten Argumente widerlegt. "Zu teuer" ist eines davon.

"Elektroautos werden für den Kunden auf dem gleichen Preisniveau liegen, wie vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor", entgegnet Nissans Marketing-Experte Florian Wunsch. "Die höheren Produktionskosten dieser Autos müssten in der Anfangszeit allerdings durch Zuschüsse aus dem Staatssäckel ausgeglichen werden", räumt er ein.

Doch hier sieht sich Nissan ebenso wie sein Partner Renault auf einem guten Weg. Frankreich, Großbritannien und andere Staaten haben Anschubfinanzierungen für Autokunden, die auf den umweltverträglicheren E-Antrieb umsteigen, fest zugesagt. Auf der einen Seite des Ärmelkanals werden 5000 Pfund, auf der anderen 5000 Euro Zuschuss gewährt. Auf entsprechende Signale aus Deutschland warten die Elektro-Autobauer allerdings noch.

"Die Reichweite ist zu kurz", das ist, laut einer Studie, das zweithäufigste Argument der Elektrokritiker. "Dabei legen 92 Prozent aller Autofahrer in Europa pro Tag weniger als 160 Kilometer zurück", entgegnen die Visionäre der E-Mobilität. Wer seinem Wagen zwischendurch immer wieder ein paar Stunden an der Steckdose gönnen kann, ist versorgungstechnisch schon heute aus dem Schneider.

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